Ja, ihr habt es richtig gelesen! Wir sind nach England gezogen, haben alles in Deutschland aufgegeben, uns in Deutschland abgemeldet, in England fest angemeldet, ich hab auch mein Business hier in England angemeldet und wir haben die meisten unserer Möbel auch in die UK gebracht – und jetzt haben wir ein Haus gekauft! 

Wir machen keine halben Sachen 😀 

Ganz ehrlich, wir wollten bereits seit mindestens sieben Jahren etwas kaufen. In Berlin hat es nie geklappt, die Bank hat uns keinen Kredit bewilligt und dann wurde die Stadt von Jahr zu Jahr dramatisch teurer. Derzeit hätten wir es uns auf keinen Fall mehr leisten können, in Berlin Eigentum zu finden, das wir bezahlen können.

In England wohnen wir jetzt in einer relativ kleinen Stadt, wo die Immobilienpreise ok sind. Außerdem konnten wir als First Buyers ein paar Kosten einsparen. Dazu ist Mieten in England sehr teuer und nicht so angenehm wie in Deutschland. Hier ist das Thema Hauskauf ganz anders als in Deutschland. Es ist immer noch eine riesige Sache, aber es lohnt sich aufgrund der nicht so schönen Mietlage auf jeden Fall sehr. Ich will euch aber nicht mit den ganzen technischen Details langweilen. Hier ein paar konkrete Infos zu unserem Haus:

Es ist ein typisches Terraced House, also Reihenhaus, aus Backstein. Die Gesamtfläche ist etwas kleiner als unsere Wohnung in Berlin, aber wir haben endlich einen Garten! Zur Hälfte ist es ein Fixer Upper, das heißt, wir haben einige Umbaupläne! Die Küche soll komplett neu gemacht, sowie Wände aufgerissen werden. Wir wollen größere Balkontüren einsetzen und das Dachfenster erneuern. Dieses ist leider nicht ganz dicht und an einer anderen Wand wird es bei starkem Regen sehr feucht, so dass wir die ganze Konstruktion an der Küche sowieso neu machen müssen.

Dazu bauen wir eine komplett neue Küche ein. Wobei, nicht wirklich “neu”. Wir haben eine Second-Hand-Küche online gefunden, gekauft und jetzt erst einmal eingelagert. Wenn die Erweiterung und das Dachfenster fertig sind, streichen wir die Second-Hand-Küche, überarbeiten sie etwas und bauen diese dann neu ein. Die jetzige Küche ist leider nicht sehr hochwertig, fällt halb auseinander und besteht nicht aus Echtholz, so dass wir sie nicht wirklich gut aufbereiten können.

Eine komplett neue Küche kam für uns derzeit nicht in Frage, denn: Wir wollen die typischen schwedischen Möbelhaus-Küchen so weit es geht vermeiden. Nachhaltige Alternativen können wir uns aber auf keinen Fall leisten. Die sind leider nicht in unserem Budget, zumindest derzeit. In einem YouTube-Video habe ich dann aber ein Mädel gesehen, das eine Second-Hand-Küche aus Echtholz gefunden hat und diese dann eingebaut hat. Das ist auch unser Plan. Online haben wir auch ziemlich schnell ein passendes Modell für 400 Pfund gefunden und haben sofort zugeschlagen. Drückt uns die Daumen, dass alles mit dem Einbau dann gut klappt 🙂 Wir sind ja handwerklich ganz gut begabt 🙂 Bis dahin dauert es aber noch ein paar Monate, bis die Bauarbeiten abgeschlossen sind. Aufgrund von Covid haben viele Baufirmen kaum Kapazitäten, da alles nach hinten geschoben wurde.

Unser ursprünglicher Plan war außerdem, bereits im Juni die Schlüssel zu bekommen und dann 2-3 Monate Übergangszeit zu haben. Jetzt haben wir leider aufgrund von Covid die Schlüssel erst zwei Tage vor unserem Auszug aus der Mietwohnung (wo wir raus mussten) erhalten. Es war super stressig, in diesen 2-3 Tagen den ganzen Umzug zu managen. Wir sind ja nur zu zweit, kennen wenige Leute hier und auch unsere Eltern können nicht kommen. Aber es hat alles geklappt und ein paar Monate Verzug sind ja kein Drama. Leider müssen wir dann nur für 3-5 Wochen eine Bleibe suchen, wenn die Bauarbeiten im vollen Gange sind, da auch im Bad einiges gemacht werden muss. In der Zeit ist das Haus dann nicht bewohnbar.

Es bleibt also spannend, es ist viel zu tun, auch sehr viele kleine Projekte, DIYs, Streicharbeiten und Reparaturen. Ich werde euch auf jeden Fall hier und auf YouTube auf dem Laufenden halten. Auf Instagram-Stories natürlich auch! Unter diesem Text findet ihr ein paar erste Impressionen aus dem leeren Haus. Wahrscheinlich könnt ihr nicht die Details entdecken, die noch gemacht werden müssen, wie den Boden, die Innenschränke der Einbauschränke, eigentlich alles im Bad und alles in der Küche, überall streichen und weitere Kleinigkeiten. Es ist ein tolles Projekt, mit viel Potential.

Ach ja, und Fun Fact, fast jeder Raum hat einen Kamin:

Und dann haben wir noch ein Schmuckstück entdeckt: Rein aus Neugier haben wir am ersten Tag sofort die Eingangsmatte hochgezogen und darunter die Original-Fließen entdeckt! Der Kleber klebte noch fest dran also lag die Matte bereits seit Jahren auf den Fließen! Was für eine Verschwendung, aber natürlich gut für uns, da sie recht gut erhalten sind. Wir müssen sie nur etwas aufbereiten:

 

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