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Heute zeige ich euch den gesamten Prozess unserer Badezimmer-Renovierung. Hier direkt ein Vorher-Foto, damit ihr seht, welche Story euch in diesem Blogpost erwartet 🙂

Ganz ehrlich? Mein Mann und ich hatten eigentlich nicht geplant, dass es ein so großes und schnelles Badezimmer-Makeover geben wird.

Als wir August 2020 ins Haus eingezogen sind, waren wir eigentlich zufrieden mit dem Bad. Erst auf den zweiten Blick konnten wir erkennen, dass die Dusche einfach ein ganz schlechtes DIY-Projekt und leider nicht dicht, an sehr vielen Ecken kaputt und einfach als “Duschbox” in so einem ganz komischen Kasten einfach fehl am Platz war.

Doch unser Plan war es zuerst, einfach nur Teile auszutauschen, wie eben die Dusche, die Toilettenschüssel, das Waschbecken, und die Badewanne restaurieren zu lassen. Den Rest wollten wir streichen und eventuell hier und da etwas renovieren. Aber wir wollten eigentlich keine Wände oder Böden rausreißen.

Tja, dann gingen Ende Oktober unsere großen Renovierungsarbeiten am Anbau und in der Küche los und es hieß, dass der Badezimmerboden über der Küche rausgerissen werden muss. Und zwar um die neuen Stahlträger von unten einzusetzen (mehr dazu ein anderes Mal, aber kurz: der Anbau musste komplett neu gemacht werden und Stahlträger ersetzt werden, da keine drin waren, und neue Stahlträger eingesetzt werden, da wir die Öffnung zwischen Esszimmer und Küche vergrößern wollten).

Deshalb entschieden wir uns, “einfach” das Bad komplett neu machen zu lassen. Also neuer Boden, Fußbodenheizung, neuer Heizkörper, neue Leitungen, neue Raumaufteilung, eigentlich alles neu.

Hier noch zwei Vorher-Fotos, wie das Bad vor den Renovierungsarbeiten aussah:

Im November ging es dann los und das Badezimmer wurde komplett rausgerissen. Jesse und ich haben zwar die Abrissarbeiten gestartet, aber die gesamten Sanitärarbeiten haben wir natürlich den Profis überlassen.

Es gab, wie ihr euch vorstellen könnt, ein großes Auf und Ab während der Arbeiten. Ich verstehe jetzt, warum es so stressig und zeitaufwändig ist, zu renovieren, auch wenn man selber nicht unbedingt die körperliche Arbeit macht. Die zeitliche Abstimmung mit den Bauarbeitern, aber auch zwischen den anderen Profis, also z.B. Klempner, Elektriker, Fliesenleger, etc. sowie die rechtzeitige Beschaffung der Materialien, tägliche Checks von uns, was wann gemacht wird im Haus, war fast ein Vollzeitjob für uns.

Hier eine kleine Frust-Zusammenfassung. Wenn ihr mit “first world problems” nicht klar kommt, dann scrollt am besten hier schnell durch 🙂 Klar ist es ein Luxusproblem, bei den Bauarbeiten Probleme zu haben. Denn man muss sich Renovierungsarbeiten ja auch erstmal leisten können. Gleichzeitig ist es sehr viel Geld, egal ob Gespartes oder Geliehenes, weshalb es trotzdem stressige Monate waren.

Ich will fair sein, insgesamt waren wir zufrieden mit den Bauarbeitern, sie waren super nett, fleißig, immer erreichbar, am Ende immer an einer Lösung interessiert und man konnte immer mit ihnen reden (mit der Fensterfirma sah dies nämlich z.B. ganz anders aus…). Doch es gab so viele Details, mit denen wir nicht zufrieden waren und 2-3 größere Sachen, die leider nicht gut liefen. Es gab unter den einzelnen Teams, also zwischen Klempner, Fliesenleger und Bauarbeitern, Kommunikationsprobleme, so dass sich die Beendigung der Renovierungsarbeiten im Bad stark verzögert haben. Die Fußbodenheizung wurde z.B. leider auch dort verlegt, wo die Standarmatur fürs Bad stehen sollte. Am Ende gab es eine Lösung, aber wir mussten ganz schön dafür pushen und es hat einfach alles stark verzögert. Aber das größte Drama ergab sich über Weihnachten/Neujahr: Zu dieser Zeit hatten wir kein warmes Wasser und kaum Heizung :/ Das lag an einem Fehler vom Klempner sowie an Kommunikationsschwierigkeiten im Team der Baufirma.

Ich will aber fair sein und sagen, dass am Ende immer eine Lösung gefunden wurde und die Bauarbeiter insgesamt super nett waren. Bei 2-3 größeren Problemen haben sie sehr gute Lösungen gefunden. Doch zwischendurch war ich echt genervt. Wir hatten für das Management für die verschiedenen Bauarbeiter, Klempner, Fliesenleger etc. bezahlt, also dass wir uns nicht persönlich um die Abstimmung zwischen den einzelnen Parteien kümmern müssen. Trotzdem waren wir eigentlich zum Check jeden Tag vor Ort und Jesse musste sehr viel hinterher telefonieren.

Mein Tipp also: Wirklich hinterher sein bei solchen Bauarbeiten. Und nicht schüchtern sein, bei jedem Loch, bei jeder Ecke und bei jedem Schritt dreimal nachzufragen. Ja, das nervt die Fachkräfte vielleicht, aber hätten wir den “nervigen” Kunden durchgezogen, hätten wir hier und da Geld, Zeit und Stress gespart. Einmal wurden wir nämlich angeraunzt, dass wir es doch nicht besser wissen, als die Bauarbeiter. Dann lief aber ein paar Tage später was schief, wo wir uns dann geärgert haben, dass wir eben nicht wieder dreimal nachgefragt haben. Am Ende sind wir die, die viel Geld für die Renovierung ausgeben, da “darf” man zehnmal nachfragen, meiner Meinung nach.

Wie ist das bei euch gewesen, falls ihr auch einmal so ein großes Projekt durchgezogen habt? Ich weiß zumindest, dass das nicht länderspezifisch ist. Freunde von mir bauen in Deutschland und dort wurden im Keller z.B. offene Rohre verlegt, die dann alles durchgeflutet haben. Stories hat wohl jedes Renovierungs- oder Bauprojekt 😀

Im nächsten Schritt konnte dann auch endlich die Badewanne neu emailliert werden. Wir hatten uns entschieden, die alte Wanne zu behalten und einfach restaurieren zu lassen. Das war zwar nicht ganz günstig, circa 400 Pfund, aber es hat sich gelohnt, finde ich! Von dem Gelb außen an der Wanne haben wir uns auch verabschiedet und uns für ein helles Grün entschieden.

Im Januar konnten wir dann aber endlich das neue Bad streichen und “einrichten”. Ich habe zum Beispiel bereits einen Blogpost zu unserem DIY Waschtisch veröffentlicht. Kurz danach wurde auch unsere Duschwand installiert. Vorher mussten wir entweder immer baden, oder uns in der Badewanne im Sitzen abduschen.

Zu den ganzen Makeovers habe ich auch zwei Videos:

Danach mussten wir noch ein paar weitere Dinge abschließen, z.B. einen Spiegel, eine Lampe und ein paar weitere Details anbringen. Das Bad war also Mitte Februar dann endlich “fertig” – naja, zumindest fast 🙂 Es fehlen noch die Wandfliesen am Waschbecken. Das wollen wir selbst übernehmen und sind einfach noch nicht dazu gekommen.

Als nächstes war auf unserem Plan, für etwas mehr Deko und Gemütlichkeit zu sorgen. Wir brauchten ein paar Regale als Ablagen und wollten ein paar Pflanzen in den Raum bringen:

 

Im Video seht ihr also, wie das Badezimmer final aussieht. Es sind noch 2-3 To-Dos auf unserer Liste, davon zwei relativ Große, aber das werden wir einfach noch die nächsten paar Wochen durchziehen.

 

 

Habt ihr auch bereits einmal eine Renovierung durchgemacht? Wie lief es bei euch, besonders im Bad? Falls ihr zur Miete wohnt, habt ihr euer Bad mieterfreundlich aufgehübscht?

 

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