(Werbung mit KOKOworld – English version here)

Ein T-Shirt und ein Fair Fashion-Unternehmen mit Geschichte – Dazu teile ich auch weiter unten mit euch, wie ihr selber Fashion Rebels und Aktivist*innen werden könnt!

Fleißige Leser*innen meines Blogs wissen über die Shirt-Story bereits Bescheid. Nach einer aufregenden Weltreise konnte ich eines meiner liebsten Souvenirs zu einem Unikat schneidern lassen. Ich hatte in Kambodscha einen kleinen Rest Vintage-Stoff in einem Second Hand-Laden gefunden und tatsächlich über Monate im Backpacker-Rucksack mitgeschleppt. Zurück in Deutschland ging der Vintage-Stoff nach Polen, wo ihn das Team von KOKOworld entgegennahm und zu einem Shirt umschneidern ließ! Die ganze Story könnt ihr hier nachlesen.

Und heute geht die Geschichte weiter!

Agata Kurek hat eine ähnliche Erfahrung gemacht, die sie zur Gründung des Fair Fashion Labels KOKOworld inspirierte:

Wie ich kündigte sie ihre Festanstellung, packte ihren Rucksack und reiste durch Länder, die sie vorher überhaupt nicht kannte. In Mali kam die große Eingebung: Auf einem Musikfestival traf sie Menschen, die sie dazu inspirierten, ihre Leidenschaft für Musik, Tanz, Reisen und Handwerk miteinander zu verbinden: Es war nicht einfach und der Weg mit vielen Hürden verbunden. Aber Agata schaffte es, Kunsthandwerker aus unterschiedlichsten Ländern zu einem Projekt zu vereinen und sich so gegen Massenproduktion und Fast Fashion einzusetzen. Es entstand die Marke KOKOworld.

Agata weiß, unter welchen Bedingungen vor Ort die Designs mit Liebe zum Detail produziert werden. Kis Herry aus Indonesien stellt in seinem kleinen Atelier besondere Stoffe her, die per Hand bestempelt werden. Maruna näht in Krakau aus diesen Stoffen Taschen. Eduardo aus Kolumbien fertigt für KOKOworld Schmuck auf traditionelle Art und Weise. Die einzelnen Stories könnt ihr hier nachlesen.

Transparenz: KOKOworld entwickelt sich auch stetig weiter. In 2020 soll der Anteil der nachhaltigen Fasern bei KOKOworld auf 70 Prozent gesteigert werden. Momentan sind 55 Prozent der Kollektion bereits aus ökologischen Materialien wie Biobaumwolle und Tencel. Der Großteil der Produktion findet überwiegend in kleinen Familienbetrieben in Polen statt.

Ich konnte natürlich auch ein paar Styles in Szene setzen:

Outfit Details:

  • Hellbrauner Cardigan: ausverkauft.
  • Schwarze Hose: Ein zeitloses Design aus Biobaumwolle, produziert in Polen. Super komfortabel, weicher und gleichzeitig fester Stoff, so dass es gemütlich zu tragen ist, aber dennoch schick aussieht.
  • Grünes Kleid: Aus Viskose, ein angenehm zu tragender Stoff, der aber sehr gewissenhaft gepflegt werden muss, damit das Kleidungsstück lange hält. Also darauf achten, es gut zu behandeln, Infos dazu hier!
  • T-Shirt, Jacke und Rucksack, alt
  • Schuhe, geliehen von Vreni!

 

Umbruch in der Mode-Industrie

Es ist wirklich wichtig, dass es ein Umbruch in der Modeindustrie stattfindet. Wir können nicht so weiter machen wie bisher. Die Schuh- und Bekleidungsindustrie ist für satte acht Prozent des weltweiten CO2-Verbrauchs verantwortlich. Das ist mehr als der gesamte Flug- und Schiffsverkehr zusammen (Quelle)! Wir brauchen also ein Umdenken, einen Fokus auf Slow Fashion, auf echtes Handwerk, auf nachhaltige Stoffe, faire Bezahlung und soziale Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Lieferkette sowie ein Bewusstsein für den Einfluss von Mode auf Umwelt und Tiere.

Fashion Rebel

Ich werde oft gefragt, was man tun kann, da nicht nur mich die Fast Fashion-Industrie fast täglich aufs Neue schockt. Ihr fragt mich oft, wie ich die ganzen “Bad News” ertrage, was man wirklich tun kann und was wirklich Veränderung bringt. Meine Antwort: Mode-Aktivismus! Aktivismus gibt mir Hoffnung und das Gefühl, mehr zu tun als nur einen Stimmzettel mit einem Kassenzettel abzugeben. Das eigene Konsumverhalten ist natürlich super wichtig, aber es braucht etwas mehr für eine kleine Rebellion, meiner Meinung nach. Deshalb habe ich zum Beispiel in 2019 bei der Fashion Revolution Demonstration mitgemacht, habe mich für die #fairbylaw Petition eingesetzt und bin auch beim Fashion Changers Demoblock “Mode & Klima” beim Klimastreik engagiert. 

Ich weiß, diese Aktionen sind nicht für alle möglich, aber es gibt so viele Optionen, aktivistisch tätig zu werden.

Mini Guide für mehr Mode Aktivismus:

  • Haltet euch zum Beispiel auf fashionchangers.de auf dem Laufenden (es gibt auch einen Newsletter)
  • Informiert euch auf Fashion Revolution und natürlich auch hier auf heylilahey (meinen Newsletter könnt ihr hier abonnieren)
  • Schreibt Fashion Brands einen Brief oder eine E-Mail – fragt sie #whomademyclothes?
  • Das Gleiche könnt ihr auch direkt öffentlich auch auf Social Media machen!
  • Organisiert Kleidertauschparties und informiert Teilnehmer*innen über die Probleme der Fast Fashion 
  • Beteiligt euch an der Fashion Revolution Week 22.-24.04. indem ihr Poster und Flyer ausdruckt und verteilt, Social Media Posts zu dem Thema kreiert oder an bestimmte Organisationen spendet
  • Unterschreibt und teilt die #FairByLaw Petition!
  • Stellt euch einer Challenge: zum Beispiel ein halbes oder ganzes Jahr lang nichts shoppen (so wie ich es getan habe), oder nur noch Vintage Mode kaufen – so seid ihr im Privaten aktivistisch unterwegs, da ihr euer direktes Umfeld inspiriert
  • Ich werde in den nächsten Wochen und Monaten regelmäßig, insbesondere auch auf Instagram, diese Optionen noch genauer vorstellen, so wie ein paar mehr, wie man sich auf verschiedene Arten und Weisen im Bereich Mode-Aktivismus einsetzen kann. Da wird für jede*n etwas dabei sein! Ich freue mich also auf ein aktivistisches 2020 mit euch 🙂

Danke noch einmal an Agata von KOKOworld für die Unterstützung für diesen Beitrag, der sozusagen einen Kick-Off für noch mehr Mode-Aktivismus auf heylilahey darstellt!

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