portrait (1 von 1)

Sonntage sind wunderbare Tage, um einen Gang zurück zu schalten und mal richtig zu entspannen, aber auch um sich Zeit dafür zu nehmen, die ganzen Gedanken der Woche zu ordnen und irgendwo unter zu bringen.

Letztens haben Jesse und ich festgestellt, dass wir Teil der letzten Generation sind, die die Zeit vor der Pubertät komplett ohne Internet erlebt hat. Der große Boom kam als ich  ungefähr 12 war. Wir hatten zuerst einen Computer ohne Internet auf dem wir Spiele von der Diskette (wisst ihr unter 20-jährigen überhaupt was das ist???) gespielt haben. Ich glaube fast jeder hatte einen fancy rollbaren Computertisch, da es höchstens immer einen PC pro Familie gab und der dann hin und her gerollt wurde. War das bei euch auch so?

Sundays are perfect days to relax and give your thoughts some time and reflect. Jesse and I talked about the fact that we are one of the last generation that grew up without internet. The big boom started when I was 12 or so and we first had a computer without internet but with games on floppy disks (do the under 20 year olds know what that is at all???). Like many others we had our PC on a little desk with wheels so you could move it around easily. 

portrait (7 von 8)

Wir mussten uns per Modem über die Telefonleitung ins Internet einwählen, das typische Modemgeräusch werde ich nie vergessen! Telefonieren ging dann natürlich nicht wenn man gesurft hat. Internetseiten luden eeeewig, aber das war ganz normal und viel konnte man dann auch nicht mit machen. Ich glaub meine ersten Erfahrungen im Internet waren Chatten und das war gaaaanz seltsam! Könnt ihr euch noch erinnern?

Meine Mutter hatte damals auch den grandiosen Tipp, 5 Seiten gleichzeitig laden zu lassen, damit man eine Seite lesen kann, während sich die anderen im Hintergrund schon einmal laden. Heute sind wir schon genervt, wenn mal Facebook kurz nicht lädt. Apropos, ich liebe diesen Spruch: Den wahren Charakter eines Menschen erkennt man heute am besten, wenn man ihn vor langsames Internet setzt.

Wenn man sich verabredet hat, dann stand das fest. Kein “ich komme 5 Minuten später”, “bist du schon da?”, “gehe jetzt los”. Ein Handy hatte ich erst in der 8. Klasse aber ich war noch weit von SMS Flatrates entfernt! Statt Candy Crush gab es Snake!

Ok, als ich dann in der Mittelstufe und Oberstufe war, wurde das Internet langsam normal und immer häufiger genutzt, aber es gab noch kein Facebook, keine Smartphones, kein WhatsApp. Ich bin froh, dass ich während der Schulzeit kein Smartphone hatte. Ich bin jetzt schon zu sehr davon abgelenkt, wie viel schlimmer wäre das in der Schule gewesen! Und wie schnell wären peinliche Bilder etc. verbreitet worden!!!

Im Studium war das Internet dann normal, ein Smartphone hatte ich zum Glück aber erst nach dem Studium. Aber wie das wohl war, ohne Internet zu studieren? Gibt es hier jemanden unter euch? Erzählt mal! Auf der anderen Seite: Wie ist es so mit Smartphone in der Schule? Ist das total nervig oder ganz normal? Wie ist das für die Lehrer und Schüler unter euch?

Do you remember the time before Internet and before smartphones? What do you miss, what is more convenient now? I am so happy I had no smartphone when I was in school, it would have distracted me so much! I also love this quote: Give a person a computer with slow internet and you will find out his true character!

portrait (8 von 8)

portrait (2 von 8)

portrait (6 von 8)

portrait (5 von 8)

portrait (1 von 8)

Zu den Fotos: Joana von odernichtoderdoch hat mich mit diesem Post dazu inspiriert, mal Selbstportraits auszuprobieren. Leider hat das gar nicht geklappt, alles war immer unscharf. Jesse hat deshalb ein paar von mir gemacht und ich habe sie mit Photoshop bearbeitet. Das nächste Mal versuche ich mich aber wirklich an Selbstportraits, spätestens wenn die Sonne wieder schön in mein Zimmer scheint! Licht ist wirklich das Wichtigste in der Fotografie. Das ganze teure Equipment taugt nichts, wenn die Lichterverhältnisse schlecht sind. Das mit dem Bearbeiten übe ich aber noch 🙂

About the photos: Joana from odernichtoderdoch inspired me with this post to take some self portraits. Unfortunately that was a complete fail and Jesse took some of me. Mine were all super blurry. Next time I will try to take them myself again though, especially if the sun shines so nicely into my room again. Light is really the most important factor in photography. All that expensive equipment is worth nothing if the light is crap. However I still have to practice editing pictures! 🙂

Leave a Reply

Your email address will not be published.

4 comments
  1. Ich glaube ich bin ein Mischkind. Meine Eltern sind ehr gegen das Internet, bzw eigentlich nur mein Vater. Ich hatte ebenfalls erst ab der 8 Klasse ein Handy, zwar schon “Touch”, aber mehr auch nicht. Vom Internet wurden meine Geschwister und ich tunlichst ferngehalten. Bis dann die Schule kam und wir im Internet recherchieren sollten/mussten. Und da haben die Internetseiten auch noch ewig geladen. 🙂 Ungefähr in dem Zeitraum habe ich auch angefangen zu bloggen. Da war es pures Glück und eine Meisterleistung wenn man Bilder hochgeladen hat!
    Wir hatten lange auch nur einen Familiencomputer, der existiert heute immer noch und ist schon 7 Jahre alt glaube ich. Irgendwann musste aber ein neuer her, auf dem gab es dann aber kein Internet. Bald kommt der Alte allerdings weg.
    Smartphones in der Schule sind so eine Sache. Be uns sind sie im Gebäude verboten. Nur auf dem Schulhof darf man sie benutzen (was die neuen Lehrer die an unsere Schule kommen bescheuert finden und wir Schüler auch). An unserer Kooperationsschule sind Handy überall erlaubt und im Unterricht kommt dann auch mal der Satz: “Kann das mal bitte schnell wer googeln?”.
    Selbstporträts sind übrigens gar nicht so schwer wie man anfangs denkt 😉 Einfach immer weiter probieren.
    Lieben Gruß ♥

    1. oh krass, ich hätte als Lehrer Smartphones einfach komplett verboten sobald man auf dem Schulgelände ist 🙂 aber vielleicht ist das auch nicht der richtige Ansatz. Irgendwie hätte ich aber auch als Lehrer Angst, dass die Schüler durch die “Smart”-Phones immer alles besser wissen, da man ja eben alles googeln kann 🙂 Passiert das mal?
      Ich finde Selbstportraits voll schwierig! Ich bin sogar schlecht darin mit dem Handy Selfies zu machen, haha 🙂 aber es macht Spaß und ich werde weiter üben!!!

      1. Sagen wir so: Regeln sind dazu da gebrochen zu werden!
        Da ich ja auch bei der Kooperationsschule Unterricht habe, weiß ich, dass die Schüler dort viel besser auf passen. Nicht so wie auf unserer Schule, wo jeder heimlich am Handy daddelt. Und auch die Referendare auf unserer Schule und die neuen jungen Lehrer finden die Regelung total dumm und unnötig 🙂
        Zu mal die meisten Lehrer ihr Handy auch immer dabei haben und im Unterricht tippen.

  2. Oh ja, bei uns war es ähnlich mit dem PC! 🙂 Unser stand auch auf Rollen, aber meistens stand er bei Mama & Papa im Schlafzimmer. Ich kann mich auch noch an die tollen Spiele auf Diskette erinnern und an das erste Mal Internet. Immer das Warten auf das Verbinden mit dem World Wide Web (AOL, die Ampel, das kratzende Verbindungsgeräusch, um dann ganz erwartungsvoll auf das “Sie haben Post” zu warten). Damals gab es auch noch keine Flat, da war man sparsam im Internet unterwegs und jeder hatte seine begrenzte Zeit. Das kennen die Kids von heute ja gar nicht mehr. Manche wissen, glaube ich, noch nicht einmal, dass man für Internet, Telefonieren und SMS schreiben zahlen muss…

    Liebst, ina

    Visit me at Petite Saigon