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Puuuh, wow, so eine lange Blogpost-Pause gab es echt schon lange nicht mehr. Das tut mir so leid! Ich poste sonst echt super regelmäßig und bin immer so dankbar, dass ihr mir dazu so viel positives Feedback gebt. Ohne euch könnte ich außerdem nicht davon leben und euch dann hier so hängen zu lassen, fühlt sich wirklich nicht gut an.

Da ich aber morgen nicht direkt nach der Pause mit einem werblichen Beitrag weitermachen will (der kommt nämlich morgen), wollte ich euch einfach mal abholen und erklären, was so los war. Ich saß nämlich nicht einfach auf dem Sofa rum und hab YouTube-Videos geschaut (ok habe ich, haha, aber nicht während der Arbeitszeit!!!), sondern habe sogar wirklich sehr viel durchgepowert. Warum trotzdem hier kaum etwas kam:

 

  • Ich hatte / habe eine gewisse Schreib-Blockade: Das hatte ich tatsächlich noch nie und ich muss damit erst einmal klarkommen, Angst vor dem unbeschriebenen, weißen Blatt zu haben. Denn ich bin eigentlich der Typ “Just Do It” – “Einfach machen!”. Ich grübele zwar viel, aber normalerweise hindert mich das nicht daran, aktiv zu sein…
  • Ich bin frustriert über Social Media: Beziehungsweise frustriert, was Instagram angeht. Ich habe die letzten Wochen SEHR viel Zeit, Energie und Geld (bezogen auf Coachings und E-Books, ich habe NIE Follower oder likes gekauft) in Instagram gesteckt, weil gefühlt nur diese Plattform Kunden interessiert. Instagram ist aber so schnelllebig, die Konkurrenz ist riesig, Ellenbogen-Denken enorm und der Algorithmus nicht förderlich. Außerdem habe ich zwar eine sehr treue Community, die mir eine hohe Reichweite und viele Impressions bringt, aber verhältnismäßig wenig Kommentare und Likes. Das ist für den Algorithmus nicht förderlich (dieser liebt Interaktionen) sowie für mögliche Kunden, da diese oft nur auf Likes schauen. Klar kann ich Screenshots der Views und Reichweiten liefern, aber das interessiert oft weniger, was ich auch verstehe! Diese kleine App schafft es also, dass ich wegen ihr schlecht gelaunt und demotiviert bin. Das möchte ich ändern, ich weiß aber noch nicht wie. Was ich aber weiß, dass ich weniger Zeit in die App stecken will und mehr Zeit in YouTube und den Blog! Das ist mein Plan!
  • Ich habe einige Nebenprojekte: Wie gesagt sitze ich nicht still, nur weil es auf dem Blog etwas ruhiger ist. Ich gründe derzeit mein eigenes Business, was sehr aufregend ist, aber auch gleichzeitig sehr aufwändig. Ich gehe zu Coachings, habe viele Startup-Meetings und Gespräche, reise dafür relativ viel, schreibe einen Business-Plan, mehrere Bewerbungen für Förderungen und und und. Es wird noch gefühlt ewig dauern, bis der Launch kommt, aber die Vorarbeit ist wirklich enorm. Ich will euch nicht mega nervig auf die Folter spannen, wie es gefühlt alle “Influencer” machen, aber ich habe auch Angst davor, zu viel zu verraten und dann klappt es nicht, oder ich muss viel ändern und ihr seid dann enttäuscht. Außerdem habe ich noch ein paar Kooperationen mit Unternehmen und Instituten, die viel Vorarbeit verlangen, aber erst in ein paar Monaten veröffentlicht werden. Das soll alles keine Geheimnistuerei sein, kein dramatisiertes “Ich mache SOOO viel, kann aber noch nichts verraten, upsiiii”, aber ich will einfach konkretere Fakten für euch, bevor ich euch mehr erzähle. Wie gesagt, ich möchte euch nicht enttäuschen.
  • Mich blockiert “Whataboutism”: Ehrlich gesagt schreibe ich weniger über das Thema Nachhaltigkeit als ich eigentlich will. Im Privatleben setze ich vieles um, probiere mich an Zero Waste, kaufe viel weniger, repariere viel, mache viele DIYs, boykottiere bestimmte Brands und und und. Da ich aber nicht perfekt bin, mache ich mich zur Zielscheibe, wenn ich über Nachhaltigkeit schreibe. Ich bekomme nicht viele Kommentare dieser Art, aber wenn ich mal Feedback à la “Ok du isst vegan, aber warum tust du dies und das nicht???? Du bist nicht authentisch, du bist heuchlerisch etc.” erhalte, dann zieht mich das enorm runter. Ich kann es eh niemandem recht machen, das stimmt, aber dieser “Whatabaoutism” (das sind Kommentare, die oft mit “Aber was ist mit…?” anfangen oder laut Oxford Definition “die Technik oder Praxis, auf eine Anschuldigung oder eine schwierige Frage mit einer Gegenfrage zu antworten oder ein anderes Thema aufzugreifen“) blockiert mich einfach und killen jede konstruktive und fruchtbare Diskussion. Ich sehe das nicht nur auf meinen Kanälen, sondern gerade bei großen Blogger, die echt VIEL machen, mehr als ich (z.B. Louisa Dellert und Dariadaria), und dennoch krass kritisiert werden, weil sie eben nicht perfekt sind. Niemand ist perfekt und als Individuum zählt meiner Meinung nach jeder kleine Schritt und sollte gefeiert werden. Warum werden gerade die Personen kritisiert, die viel über Nachhaltigkeit schreiben, aber unter Instagram-Bildern mit Zara Werbung oder Starbucks-Bechern steht nur, wie toll das Outfit ist??? Was wirklich etwas bewegen kann ist außerdem, die Politik zu fordern, also die Energie nicht in solche “ihr seid Heuchler” Kommentare zu stecken, sondern den jeweiligen Abgeordneten zu schreiben und auf Politik und Firmen Druck zu machen. Das sind die “echten” großen Schritte. Wie gesagt, dieses Phänomen, dass man in Deutschland anscheinend nur über ein kritisches Thema schreiben kann, wenn man perfekt ist, blockiert mich. Sollte es nicht, aber ich will ehrlich mit euch sein, das tut es. Dazu will ich aber nochmal einen gesonderten Beitrag schreiben, denn ich habe ein paar Nachhaltigkeits-Themen in der Pipeline und zum Teil bereits geschrieben, traue mich aber nicht, sie zu veröffentlichen.
  • Ich schreibe gerade an einem dreiteiligen Beitrag: Ich habe auf Instagram die vielleicht etwas naive Frage gestellt, was ein paar von euch daran hindert, vegan zu essen. Das Thema ist echt explodiert und ich hatte über 100 unterschiedlichen Fragen, Nachrichten und SO viel Feedback! Ich will auf JEDE einzelne Antwort eingehen. Ich habe alle Nachrichten aus der App in den Laptop abgetippt und gescreenshottet und gehe auf ALLE ein! Da dieser Beitrag sehr sehr lang wird (ich bin gerade bei 10 Word-Dokument-Seiten), unterteile ich das in drei Artikel. Ich will aber auch fundierte Quellen einfügen und nicht einfach Fakten behaupten und euch viel Mehrwert liefern, so dass das Ganze einfach lange dauert. Aber die Wartezeit lohnt sich!!! Ich hoffe, ihr freut euch darauf 🙂
  • Wir planen eine Hochzeit im Ausland: Hahaha, ok das ist ein SEHR freudiges UND privates Thema. Aber natürlich nimmt dieses Thema auch viel Zeit und Energie in Anspruch, im positiven Sinne, aber es ist eben ein besonderes und großes Event 🙂

 

Ok, ich hoffe, dieser Beitrag klingt nicht zu negativ, generell bin ich nämlich super happy und zufrieden! Deshalb habe ich auch die Liste mit zwei sehr positiven Punkten beendet! Ich musste aber mal einiges loswerden und wollte einfach ehrlich mit euch sein! Ich habe euch LeserInnen einfach SO viel zu verdanken, dass ich euch einfach einen ehrlichen Blick hinter die Kulissen geben wollte. Ich hoffe, so versteht ihr die Abstinenz etwas besser. Ich bin nicht faul, demotiviert oder habe keine Lust mehr aufs Bloggen. Es ist einfach viel los und es beschäftigt mich aber viel! Ich habe aber wie gesagt viel geplant, viele Ideen und auch auf YouTube ändert sich einiges ab Oktober. Seid also gespannt, danke wie immer für euren Input, eure Kommentare und einfach dafür, dass ihr schon so lange meiner Story folgt! Ich freue mich immer so sehr auf den Austausch mit euch!!

 

Ich glaube außerdem, dass sich viele mit so einer Situation identifizieren können. Jeder durchlebt mal viele Änderungen, Zweifel im Beruf und Phasen, in denen viel los ist, aber man erst später die Ergebnisse sieht. Haltet durch, wir schaffen das gemeinsam! 🙂

 

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4 Kommentare
  1. Hey Mia!
    I’m sorry to hear that some aspects of social media is also bringing you down. Just waned to let you know that I also find the instagram algorithms “blöd“! 😀 Even though I spend far more time on news, environmental, or health posts, my explore is filled with crazy gossip or (to me) less interesting posts.
    I still hope you won’t give up your insta activities, cause among all the frustrating posts and comments on social media, your stories and posts put me in a better mood! 🙂 Keep up the amazing work, and hood luck with your side project! 😀

  2. Hey Mia,
    ich hatte garnicht den Eindruck, dass du lange nichts gebloggt hast 🙂 In deinen Betreigen steckt ja auch immer sehr viel Arbeit, Sorgfalt und Mühe, dass merkt man an den schönen Bildern und Texten :), und dann ist es ja auch normal, dass nicht alle paar Tage was neues kommen kann. Ich finde das völlig in Ordnung 🙂 Instagram sehe ich auch immer kritischer. Ich habe den Eindruck, dass es es immer mehr zu einer reinen Werbe Plattform und “schaut wie toll mein Leben ist” wird. Blogs lese ich lieber 🙂 Ich bin richtig gespannt auf dein Projekt! Vielleicht ein eigenes Fashion Label? 😀

    Liebe Grüße
    Gina

  3. Hi Mia,

    ich kommentiere ziemlich selten, aber hier sprichst du mir einfach aus der Seele. Auch wenn ich in Sachen Nachhaltikeit und Fairness noch lange nicht so weit bin wie du, bekomme ich schnell das Gefühl, dass es zu wenig ist. Das liegt noch nicht mal unbedingt an blöden Kommentaren sondern auch viel an eigenen Gedanken. Ich versuche mir dann immer die oft von dir genannten “Baby Steps” wieder ins Gedächtnis zu rufen und mich daran zu erinnern, dass auch Kleinigkeiten ein guter Anfang sind und nicht alles von heute auf Morgen geschehen muss. 🙂

    Dein Blog ist einer meiner Lieblingsblogs (Instagram nutze ich übrigens überhaupt nicht, du hast mich also auch ohne diese App als Leser gewonnen ;)) und eine super interessante Inspirationsquelle. Da warte ich auch gerne mal länger auf einen neuen Post. 😉

    Liebe Grüße und frohes Schaffen ohne Frust! 🙂

  4. Liebe Mia,

    go ahead – ich stimme deiner Sichtweise absolut zu! Es geht darum, dass jeder von uns sein Bestes gibt und wir die Welt gemeinsam in kleinen Schritten verändern. Natürlich ist niemand perfekt – ich bin es ebenso wenig –, aber wenn ich Blogs wie deine lese, bzw. Menschen folge, die genau so wie ich versuchen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten nachhaltig zu leben, gibt mir das sehr viel Mut. Manchmal habe ich Momente der Resignation, in denen ich denke, durch meine Lebensweise kann ich niemanden inspirieren; oder ich fühle mich mit einer Masse der von dir beschriebenen »Whataboutismen« konfrontiert. In diesen Phasen sind es dann genau solche Menschen wie du, die mich wieder hoffen lassen und mir vor Augen führen, dass es doch eine ganze Menge Leute gibt, die bewusst leben, und denen Umwelt, Ernährung und Miteinander nicht egal sind. In diesem Sinne: mach weiter so und lass dich nicht aufhalten!

    Sonnige Grüße,
    Julischka