no plastic (2 of 3)

Mehr als 4 Monate ist nun mein Interview mit Zero-Waste Bloggerin Lauren Singer her. Und wenn ihr euch gedacht habt “super, dass sie darüber schreibt, aber selbst etwas ändern wird so ‘ne Mode-Bloggerin nicht” – falsch gedacht! Doch vorweg: Ich bin nicht perfekt und außerdem mega weit davon entfernt Zero-Waste wie Lauren Singer zu leben, mir kommt es vor als wären es Lichtjahre. Es ist auch gar nicht mein Anspruch, sondern eher, dass ich an ein paar Ecken umstelle. Und auch wenn es super schwer ist, auf Plastik zu verzichten, habe ich in manchen Bereichen bereits kleine Baby-Steps geschafft. Wenn ich am Wochenende einkaufe, gehe ich zum Beispiel immer zum Markt, um uneingepacktes Gemüse mitnehmen zu können und nehme jetzt immer einen Stoffbeutel mit. Wo es mir relativ einfach fiel: Im Badezimmer! Hier ein paar Tipps, wie ihr den Plastikmüll auch im Badezimmer reduzieren könnt (aber vergesst nicht: mein Badezimmer ist nicht plastikfrei! Baby-Steps und die sollten auch gefeiert werden 🙂

  • Für die Hände: ich benutze keine flüssige Handwaschseife mehr, sondern kaufe mir feste Handwaschseife, da flüssige immer in einem Plastikcontainer kommt. Sie sind also umweltschonend und super ergiebig! Feste findet ihr auch entweder lose oder nur in ein bisschen Papier eingepackt, zum Beispiel oft auf’m Markt, im Reformhaus oder im Naturkosmetikladen. Je nach Hauttyp eben. (PS: sie dürfen auch mit ins Handgepäck, sind ja nicht flüssig!). Und zur Hygiene: Bakterien findet man aufgrund der alkalischen Beschaffenheit von festen Seifen überhaupt nicht oder kaum und sie mögen es überhaupt nicht, sich auf basischer Umgebung zu vermehren. Ein Flüssigseifenspender ist jedoch ein Bakterienparadies. Jeder, der einen Pumpspender anfasst hinterlässt seine Bakterien am Plastik und Plastik ist ideal für die Entwicklung ganzer Bakterienstämme… 
  • Für den Körper: Feste Seife, die ich für die Hand benutze, verwende ich auch für den Körper. Ich brauche weniger und mit der Richtigen ist sie auch pflegender als meine ehemaligen Duschgels (ich habe sehr trockene Haut). Sobald ich einen absoluten Favoriten habe, stelle ich ihn euch vor. Dafür will ich noch ein bisschen testen aber solche festen Seifen halten mega lange, haha
  • Für die Haare verwende ich in letzter Zeit das feste Honey-I-Washed-My-Hair-Shampoo von Lush und den festen Jungle Conditioner auch von Lush. Über die beiden habe ich schon in meinem Haarpflege-Blogpost berichtet, wenn ich weitere Marken teste, werde ich auch wieder updaten! 
  • Für die Zähne: Schon länger benutze ich jetzt keine normaler Zahnpasta mehr, sondern Zahnpflegetabs von Original Unverpackt. Hier musste ich mich am meisten umgewöhnen, da die Tabs einfach nicht nach lecker Minze-Frische schmecken, sondern einfach etwas mehr nach… nichts…Doch als meine Tabs mal alle waren und ich normale Zahnpasta von Jesse benutzen musste, fand ich, dass meine Zähne sich mit Tabs einfach gepflegter und gereinigter anfühlen. Mittlerweile benutzt Jesse auch die Tabs, obwohl sie wirklich nicht gut schmecken, da er überzeugt ist, dass meine Zähne weißer geworden sind. Mittlerweile benutze ich auch manchmal welche von Lush, da ich die einfacher bekomme, doch die schmecken noch komischer, haha 🙂 Eine andere Möglichkeit: Zahnpasta selbst machen.
  • Waschmittel: Ich habe eine große Emaille-Dose in die ich Waschmittelpulver einfülle. Der Best-Case-Szenario: Ich fülle diese Dose im verpackungsfreien Supermarkt Original Unverpackt auf. Wenn ich dazu nicht komme, kaufe ich nur noch Waschmittel in Papierboxen.
  • Für die Gesichtsreinigung: Hier benutze jetzt schon länger keine Wattepads mehr, sondern weiche, feine kleine Baumwolltücher. Die muss ich zwar nach jeder Benutzung in die Wäsche schmeißen, aber deshalb habe ich mehrere im Badezimmer liegen, damit sie nicht so schnell alle werden.

 

Nachteile: 

Feste Seife: Bekommt man nicht überall und muss erstmal eine finden, die zur eigenen Haut passt. Außerdem sind nicht alle festen Seifen gut, achtet auf hochwertige Inhaltsstoffe und auf Naturseifen. Außerdem muss man sein Bad öfter putzen, da es mit fester Seife schneller zu Ablagerungen in der Badewanne etc. kommt. Ihr braucht eine Seifenschale, auf der die Seife trocknen kann. Das ist aber ein Luxusproblem, denn ich wollte schon immer schöne Seifenschalen kaufen 🙂 Ich habe eine ganz tolle Seifenschale aus Emaille!

Zahnpflegetabs: Hier bin ich mir unsicher, ob jeder damit klar kommt. Manche haben empfindlichere Zähne und dann sind die Tabs vielleicht nicht die beste Wahl. Hier werde ich noch mehr Erfahrungsberichte von anderen einholen.

PS: Falls ihr euch für DIYs interessiert, habe ich zwei tolle Blogposts für euch, einmal ein DIY für feste Bodylotion und ein DIY für selbstgemachte Seifen!

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It’s been 4 months since I interviewed no waste blogger Lauren singer and I really got inspired by her. I definitely would not never claim that I live or that I can live completely plastic free but here and there I made a few changes:

  • for my hands: I use soap bars instead of liquid soap as they come in no or just paper packaging
  • for my body: the same! I also buy soap bars and they last forever! I like natural cosmetics the best, or products with great ingredients
  • for my hair: here I use a shampoo bar and a conditioner bar from Lush and I am super happy and again they last for a long time!
  • dental health: I switched from normal toothpaste to tabs they maybe don’t taste well but do their job well! You can also make your own toothpaste!
  • washing powder: I have a really nice metal box and if I have the chance I buy washing powder in bulk at the no waste supermarket here in Berlin, otherwise I only buy washing powder that comes in paper packaging from now on
  • face: I don’t use cotton pads anymore but I’ve bought several small and soft cotton cloths and take off my makeup with them

no plastic (1 of 2)no plastic in the bathroom (3 of 3)

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19 Kommentare
    1. dachte ich auch ganz lange, aber so ganz stimmt das halt nicht!

      Naja, ums Eck ist er nicht ganz und durch die Öffnungszeiten kann ich eigentlich nur Samstags hin (und letztes Mal hatte er dann am Samstag einfach zu…). Ich würde mich einfach freuen, wenn Biosupermärkte allgemein zum Beispiel ein paar Produkte wie Reis, Nudeln etc. (die lange haltbar sind) in Bulk anbieten, so dass man sich die Sachen selbst abpacken kann. Das wäre glaube ich keine riesen Umstellung und trotzdem ein großer Schritt!

  1. Hallo Mia,
    ein sehr informativer Beitrag. Ich war gestern zufällig auch bei Lush und fand das feste Shampoo besonders interesannt und werde das nun mal ausprobieren. Die Zahnpasta-Taps fand ich allerdings eher gewöhnungsbedürftig, liegt bestimmt aber auch an der “Geschmackssorte” die man wählt. Ich finde deine Badkacheln übrigens ganz entzückend.
    Viele Grüße, Lisa von https://joinwolfclub.wordpress.com/

    1. oh vielen Dank 🙂 Ich will hier niemanden belehren, kann ja jeder selbst entscheiden, aber ich mag solche Inspiration von anderen auch immer sehr gerne, deshalb teile ich das. Wie gesagt, ich bin nicht perfekt, aber gerade deshalb wollte ich darüber schreiben, um zu zeigen, dass man auch in kleinen Bereichen was ändern kann!

  2. Find ich echt toll, dass du so bewusst lebst und auch konsumierst. Ich hab seit einem Uniprojekt auch ziemlich viel umgestellt, um Müll einzusparen, aber mir fällt es lustigerweise im Bad am schwersten…ich hab unglaublich anspruchsvolle Haut und sämtliche Pflegeprodukte kommen leider in Plastik daher…dafür geh ich ebenfalls auf dem Markt einkaufen, hab immer meinen Jutebeutel dabei und verzichte auch sonst komplett auf Plastiktüten…irgendwo muss man ja anfangen.

    1. Oh wow, danke für deinen Kommentar! Durch dein Uniprojekt hast du bestimmt im Vergleich zu mir viele große Schritte getan! Wie gesagt, ich mache nur Baby-Steps und du wirst mich auch irgendwo irgendwann mal mit Plastiktüte sehen (hoffentlich nicht, aber wie gesagt, ist oft mega schwer drauf zu verzichten). Viele Pflegeprodukte kommen auch nur in Plastikverpackung, aber bei Shampoo und Conditioner fiel es mir einfach leicht. Ich habe aber noch andere Produkte, die ich benutze, die leider in Plastik bekomme. Wie meine Haarcreme (zumindest in recycletem Plastik) oder andere ähnliche Produkte. Schon allein meine Zahnbürste ist aus Plastik, aber das werde ich nicht ändern, da ich eine Elektrische habe und das einen riesen Unterschied bei mir gemacht hat! Hier werde ich zB dann nicht wechseln.

  3. Oh – ich mag diese Art von Posts wirklich sehr gerne – vor allem, wegen den “Baby Steps” – ich finde das immer gut, wenn man langsam aber stetig an etwas herangeht! 🙂

    Zu den Inhalten:

    Für die Hände: – Ich denke damit komme ich gut klar dann – hab mir direkt 6 verschiedene bunte Naturseifen geholt – eine mit “Mojito” duft… die ist so transparent und da sind frische Minzeblätter drin – voll cool 😀

    Für die Zähne: Ich glaub das ist sowas, wo ich etwas scheuer bin – vielleicht würd ich es mal ausprobieren aber dann abwechseln mit der klassischen Zahnpasta 😀

    Waschmittel: So eine hübsche Dose für Waschmittel mag ich mir auch noch kaufen – da wir keinen OU hier haben klappt das nicht. Aber diese 15 KG Waschpulverboxen tun es ja auch im Zweifel.

    Für die Gesichtsreinigung: Jeder Beautymensch würde mich dafür jetzt schlagen glaub ich…. aber ich schmink mich gar nicht ab xD also nicht mit Produkten oder so…. sondern entweder dusch ich und der ganze Kram ist dann ab – oder einfach nur Wasser + Gesicht = fertig 😀 😀

    1. Hahaha, das mit der Gesichtsreinigung: Das mache ich auch so oft, dass ich einfach dusche und das Zeug ist ab! Zur Zeit probiere ich Kokosnussöl und eben die Baumwolltücher aus. Klappt bis jetzt ganz gut, aber ich möchte ein anderes Öl benutzen, Kokosöl ist schon sehr intensiv. Olivenöl soll auch gut sein.

      Danke!!!

  4. Seit ich dein Interview mit Lauren Singer gelesen habe, habe ichnicht nur viel darüber nachgedacht und auch mit einigen Leuten darüber gesprochen, sondern achte auch bewusster darauf, was ich einkaufe und welchen Müll ich produziere. Es ist für mich ganz klar, dass man nicht alles vom einen auf den anderen Tag ändern kann und auch nicht den Anspruch an sich oder andere stellen sollte, sein Verhalten komplett umzudrehen. Wenn jeder ein paar kleine Schritte macht, ist das schon viel Wert. Gerade beim Essen kann man viele in Plastik verpackte Dinge wie Obst und Gemüse meiden, ich greife auch immer zum Stoffsackerl und versuche wenn ich die Wahl habe, weniger Eingepacktes zu kaufen. Mit den Supermärkten stimme ich dir ganz zu (wie du in den kommentaren geantwortet hast), wenn es hier ein kleines Umdenken geben würde, wär das toll.
    Deinen Artikel finde ich superspannend, an Seife habe ich ehrlich gesagt (so absurd es klingt) gar nicht gedacht, das letzte Mal habe ich das wohl als Kind benutzt. Gerade bei der Handseife muss ich gestehen dass ich sehr viel Flüssigseife verbrauche und ein Umstieg da sicher sinnvoll wäre. Muss mal auf die Suche gehen nach einer Alternative, es gibt ja sowieso so viele gut duftende Seifen. Finde das Thema auf jeden Fall sehr spannend un super, dass du darüber berichtest 🙂
    GLG Charlotte