Nebenprojekt & Vollzeitjob vereinbaren

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“Wie schaffst du das alles?” – “Wie, du machst das nicht Vollzeit?” – nur zwei der vielen Fragen, die mir gestellt wurden, während ich noch Vollzeit in einer PR Agentur angestellt war und “nebenbei” noch meinen Blog, YouTube und Instagram gemanagt habe. Ein echtes, großes Nebenprojekt also, das ich mit Leidenschaft verfolge, das mich auch viele Stunden an Arbeit kostet und mit dem ich damals sogar etwas Geld dazu verdient habe (jetzt mache ich den Blog in Vollzeit). 

Mittlerweile ist so ein “Side Hustle” schon fast trendy geworden. Damit meine ich in diesem Artikel aber nicht Nebenjobs, mit denen man einfach nur Geld dazu verdient, sondern wirklich Projekte, hinter denen viel Leidenschaft und Herzblut stecken. Also zum Beispiel ein Blog, die Kunst, das eigene Schreiben, etc., die aber gleichzeitig mehr als nur ein Hobby sind.

Viele konnten sich damals aber überhaupt nicht vorstellen, wie ich Vollzeitjob, Blog, Sport, frisch kochen und natürlich ein aktives, soziales Leben unter einen Hut bringen konnte. Deshalb teile ich heute meine Erfahrungen und Tipps zum Thema eigenes Nebenprojekt & Vollzeitjob vereinbaren.

Vorab & Ausgangssituation:

Ich habe keine Kinder, die viel meiner Zeit einnehmen würden, ich habe kein Familienmitglied, das ich pflege und so keine Zeit finden würde, oder keine chronischen Krankheiten, die mir bestimmte Aktivitäten im Leben schwer machen, keine Schulden, oder ähnliches.

Ich bin also in einer sehr privilegierten Position darüber zu schreiben, wie man seine Zeit zwischen zwei großen Projekten managt.

Viele von euch haben eventuell noch weniger Zeit als ich zur Verfügung und schaffen trotzdem, mehr als nur den 9-to-5-Job-Pflichten nachzugehen. Hut ab, wirklich, das ist bewundernswert. Manche von euch wiederum haben eventuell viel mehr Stunden am Tag als ich zur freien Verfügung, wollen, oder können dennoch nicht mehr Projekte oder auch Hobbies verwirklichen. Das ist auch ok! Ich möchte hier niemandem vorschreiben, wie er seine Zeit managen soll. Ich will hier einfach nur meine Erfahrungen und Tipps teilen, da ich damals im Privatleben sehr oft danach gefragt wurde.

1. Es ist viel Arbeit

Gleich zu Beginn das Offensichtliche: Das Ganze ist kein Kinderspiel und mit viel Arbeit und wenig freie Zeit verbunden. Ein Vollzeitjob allein ist oftmals schon echt zehrend. Ich konnte so lange zwischen Arbeit und Blog jonglieren, weil ich zum einen einfach sehr viel Spaß an der Sache habe, sehr fleißig bin (normalerweise, haha), effizient arbeiten kann, aber auch, weil ein “Ende” in Sicht war. Ich wusste, dass ich diese Doppelbelastung nur bis zum Beginn unserer Weltreise machen würde. Ansonsten hätte ich mir irgendwann eine andere Alternative überlegt. Zum Beispiel die Arbeit am Blog reduzieren (seltener posten, YouTube streichen, etc.), oder versucht, die Stunden in der PR Agentur zu reduzieren (mein Arbeitgeber hatte zum Beispiel von sich aus angeboten, dass ich einen 32-Stunden Vertrag erhalte, wenn ich wieder von der Weltreise zurück komme).

Seid also darauf vorbereitet: Ein Side Hustle, so wie ich es oben beschrieben habe, kostet viel Zeit und Arbeit. Am Ende lohnt sich das meiner Meinung nach, aber eben nur, wenn hinter der ganzen Sache viel Leidenschaft für das Nebenprojekt steckt.

2. Zeit effizient einsetzen

Ich glaube mein größter Erfolgsfaktor damals war einfach, dass ich meine Zeit sinnvoll und effizient gemanagt und genutzt habe. Wenn ich mal 15 Minuten frei hatte, saß ich nicht einfach nur rum, oder habe am Computer gesurft, sondern habe z.B. ein Themenbrainstorming gemacht, oder angefangen Artikel zu schreiben, oder mich um Social Media gekümmert.

Ein konkretes Beispiel: Morgens im Bus hatte ich immer viele Ideen für Artikel und so habe ich einfach angefangen, am Handy im Bus direkt Blogbeiträge zu verfassen.

Natürlich ist genau dieses konkrete Beispiel nichts für jede*n, aber hier meine allgemeinen Tipps:

  • Überlegt euch, wann genau ihr am produktivsten seid und plant zu diesen Phasen konkret Zeit für euer Nebenprojekt ein.
  • Überlegt euch, wann am Tag ihr Frei- und Warteminuten direkt nutzen könntet
  • Schreibt Ideen und Gedanken sofort auf, speichert Links und Ideen sofort ab (auch auf Pinterest oder Instagram mit der Archivfunktion)
  • Überlegt euch, wie ihr am besten eure Zeit einplanen könnt: mit To-Do-Listen? Mit Excel-Tabellen? Mit Kalender-Übersichten? Digital? Auf Papier?
  • Plant genaue Zeitfenster für euer Side Hustle ein (z.B. 20 Minuten am Morgen, Sonntag-Nachmittag, etc.)
  • Wägt Kosten-Nutzen ab. Für mich war das z.B. oft die Frage, ob es sich jetzt “lohnt” zu diesem Blogger-Event zu gehen, oder ob ich die Zeit nicht lieber für das Schreiben von Beiträgen einsetze (oder ob mir das Event auch meine kostbare, eh schon beschränkte Freizeit raubt), mehr zum Thema Prioritäten weiter unten

 

Über das Thema Zeiteffizienz könnte ich noch so viel mehr schreiben. Lasst mich wissen, ob das spannend für euch ist!

Nebenprojekt & Vollzeitjob vereinbaren

3. Nicht vermischen

Die Versuchung mag vielleicht manchmal groß sein, aber ich rate stark davon ab, während der Arbeitszeit im normalen Job, Aufgaben des Nebenprojektes nachzugehen. Nicht nur, dass der Arbeitgeber das gar nicht lustig finden würde, diese Vermischung von zwei großen Projekten ist auch einfach nicht effizient und zielführend. Meine Empfehlung ist es, sich während der normalen Arbeitszeit voll und ganz auf den Job zu konzentrieren und dafür dann abends nach Feierabend aber auch nicht mehr halb mit dem Kopf im Büro zu hängen.

Bei uns in der PR Agentur war es zum Glück sehr gut möglich nach Feierabend einfach nicht mehr verfügbar zu sein. Schließlich waren wir keine Ärzte, die auf Abruf in Notfallsituationen einsatzbereit sein mussten. Ich habe also fleißig all meine To-Dos und Pflichten in der Agentur erfüllt und versucht, wirklich kaum Überstunden zu machen. Wenn ich meine Zeit gut eingeteilt habe und gut delegiert habe, hatte ich eigentlich gar keine Überstunden (außer natürlich bei besonderen Projekten oder Events).

So konnte ich dann wirklich Job und Nebenprojekt komplett trennen und konnte meine Energie und Zeit gezielt einsetzen, ohne mich zu sehr hin- und hergezogen gefühlt zu haben. Dann das Gefühl, keiner Sache gerecht werden zu können, raubt meiner Meinung nach am meisten Energie und somit auch Zeit.

Apropos Job und Nebenprojekt: Für mich war es super hilfreich, dass meine Chefs Bescheid wussten, dass ich viel meiner freien Zeit in meinen Blog investiere. Zum einen war es einfach ehrlich von mir und Transparenz ist mir immer wichtig, zum anderen konnten sie mir auch mal Tipps geben, hatten Kontakte und gleichzeitig konnte ich dann im Unternehmen mein Wissen aus meiner Blogger-Karriere in den Bereichen Blogger Relations und Content Marketing in der Agentur weiter geben.

Mein Tipp also: Trennt Arbeit und Nebenprojekt strikt, lasst aber eure Chefs und auch gerne Kollegen wenn möglich von eurem Nebenprojekt wissen. Ehrliche und transparente Kommunikation sind einfach immer wichtig.

4. Prioritäten einschätzen

Wie gesagt habe ich oft zu hören bekommen, wie beeindruckt meine Mitmenschen davon waren, dass ich Job, Blog, Sport und Privatleben unter einen Hut bekomme. So einfach, wie es von Außen aussah, war es aber nicht immer. Ich musste ständig meine Prioritäten ordnen und überlegen, wie wichtig mir jetzt welche Sache ist.

So sah die Wohnung schon öfter als es mir lieb ist einfach nach Chaos aus. Dafür hatte ich Zeit für meinen Freund UND der Blog und der Job liefen auch beide gut. Oder ich hatte mehr Zeit für Wohnungsprojekte und dafür kamen wochenlang keine Videos auf YouTube. Es ist alles einfach eine Frage der Prioritäten. Hier ein Mini-Beispiel: Schaue ich jetzt 10 Minuten banale Videos auf Facebook, oder schaue ich ein Video zum Thema Facebook-Marketing?

Oder noch konkreter bezogen auf den Blog: Schneide ich jetzt den Vlog aus dem letzten Urlaub, oder beende ich jetzt erst einmal den Blogbeitrag mit Deadline?

Zusammengefasst: Überlegt euch Prioritäten. Welches To-Do, egal ob Haushalt oder Arbeit, hat Vorrang, welches muss heute gemacht werden, welches kann geschoben werden? Klingt oftmals einfacher als gedacht, doch vielen fällt eine detaillierte und wirklich effiziente Prioritätenliste (egal ob auf Papier oder im Kopf) schwer. Übung macht den Meister!

Und ein weiterer wichtiger Tipp von mir, den ich auch während der Arbeit in meiner alten Agentur gelernt habe: sich niemals mehr als 2-3 große To-Dos an einem Tag vornehmen. To-Do-Listen können echt manchmal endlos lang werden, plötzlich Unterpunkte bekommen und einfach zur Frustration werden. Ich nehme mir also manchmal “nur” zwei große Aufgaben vor (z.B. ein Video schneiden und Fotos für einen Beitrag bearbeiten) und wenn ich früher fertig werde, kann ich noch ein weiteres To-Do machen, oder viele kleinere erledigen. Das sorgt einfach für weniger Frustration und Überforderung und so für mehr Motivation und Produktivität.

Nebenprojekt & Vollzeitjob vereinbaren

5. Perfektionismus adé

Gerade Perfektionisten fällt wahrscheinlich eine wirklich effiziente Prioritätenliste schwer, sowie das Kürzen von To-Do-Listen. Auch wenn es derzeit irgendwie wie eine Trendbewegung erscheint, nenne ich mich nicht perfektionistisch (mir scheint es nämlich gerade so, als würden sich ALLE um mich herum Perfektionisten nennen – ich glaube das hat etwas mit der Selbstoptimierungswelle zu tun, aber das ist ein ganz anderes Thema). Ich möchte meine Sachen sehr gut, korrekt, schön und mit Liebe machen, aber ich verrenne mich ungern in unnötige Details, die am Ende eh niemand mehr sieht. Für mich killt echter Perfektionismus Effizienz und Innovationsfreude. Versteht mich nicht falsch, es ist nichts Schlechtes, immer sehr gute Leistungen abliefern zu wollen, das würde ich mir als Chef zum Beispiel natürlich immer wünschen. Seinen Job sehr gut machen zu wollen, motiviert zu sein und immer das Beste rauszuholen ist wichtig. Jedoch sollte das nicht in Selbstzweifeln und übertriebene Angst vor Fehlern und Versagen enden.

Ehrlich gesagt glaube ich, dass ich selten an echtem, übertriebenen Perfektionismus “leide”. Ich habe schon immer gerne sehr gute Noten geschrieben, hatte eine 1 im Mathe LK und war immer fleißig und will natürlich immer alles so gut wie möglich richtig machen. Aber ich wäge oft glaube ich einfach automatisch ab, ob der Einsatz nun die Leistung wert ist. Und ich kann es gut akzeptieren, dass nicht immer alles perfekt läuft und man als Mensch einfach auch mal Fehler macht. 

Meine konkreten Tipps also: Schwächen akzeptieren, Sachen auch mal abgeben (dazu gleich mehr), Zeit nicht mit übertriebenem Perfektionismus verschwenden, To-Do-Listen nicht zu lange machen (2-3 große Aufgaben an einem Arbeitstag reichen, siehe oben!). Hättet ihr gerne einen eigenen Artikel zum Thema Perfektionismus?

6. Outsourcen

Ich glaube diesen Punkt unterschätzen viele, egal ob Angestellte mit Nebenprojekt oder nicht. Viele Arbeiten des Alltags, aber auch aus dem Nebenprojekt lassen sich gut outsourcen. Das heißt, dass man jemanden anderen für die Arbeit bezahlt. Gerade für unliebsame Aufgaben die perfekte Lösung. Mein Mitbewohner wollte zum Beispiel schon lange eine Putzhilfe engagieren, da er einfach nie dazu kommt, die Wohnung zu putzen (er ist viel unterwegs und arbeitet meist sehr lange). Das kostet ihn zwar Geld, aber er spart sich dadurch mehrere Stunden in der Woche, so dass ihm die Extra-Ausgaben wert sind.

Ein paar weitere Beispiele:

  • Übersetzungen von Texten von jemand anderem machen lassen
  • Als Blogger eventuell ein Management in Erwägung ziehen
  • Biokisten für immer frisches Obst und Gemüse bestellen
  • Einen Programmierer für die eigene Seite beauftragen
  • Pinterest-Looping-Software bezahlen (kostet mich 5 Euro im Monat und nimmt mir viel Arbeit ab)
  • Nach Presets schauen und kaufen, z.B. für Bildbearbeitung, Video-Bearbeitung, Video-Animationen etc.
  • Und und und!

 

7. Mit den richtigen Leuten umgeben

Ok, das ist zwar kein direkter Tipp für mehr Effizienz & Co., aber zum Beispiel beeinflussen Energien um mich herum meine eigene Energie. Wenn ich mich viel mit Leuten umgebe, die sehr negativ sind und überhaupt keine Ambitionen haben (aber deshalb nicht zufrieden, sondern eher griesgrämig sind), zieht mich das auch runter und raubt mir Energie. Wenn ich aber viel Zeit mit Menschen verbringe, die selbst in einer ähnlichen Lage stecken, auch für ihren Beruf und ihr Hobby “brennen”, viel Leidenschaft für das, was sie machen, verströmen, dann füllt mich das so sehr mit positiven Gedanken und Energie!

Ich bin aus mehreren Gründen jetzt kein großer Fan von dem Motto “radically cut toxic people out of your life” – nicht jede*n kann und sollte man einfach so radikal aus seinem Leben streichen, meiner Meinung nach (es kommt immer darauf an! Natürlich gibt es Momente, in denen man das sofort tun sollte!).

Aber zumindest kann man sich eigentlich fast immer einfach aussuchen, mit wem man MEHR Zeit verbringt!

Behaltet das einfach immer im Hinterkopf! Ich weiß genau, bei wem ich nach einem Treffen oder nach einem Kochabend einfach ein Dauergrinsen auf dem Gesicht habe, mega happy bin und gleichzeitig auch super motiviert und produktiv werde!

Fazit:

Zusammengefasst kann ich euch immer raten, geht bewusst mit eurer Zeit um. Ihr müsst nicht jede Minute durchplanen oder immer wissen, wie eure Prioritätenliste genau aussieht. Einfach mal auch NICHTS zu tun ist wichtig und tue ich auch sehr gerne natürlich! Aber ich empfehle wirklich, euch eurer kostbaren Zeit bewusst zu werden! Ich finde einfach, dass ich damals gut und auch sehr ehrlich zu mir selbst einschätzen konnte, was in diesem Moment nun am wichtigsten ist und das dann auch gemacht. Ich glaube, ich war damals sogar viel effizienter als jetzt!

Außerdem habe ich das Glück, dass ich einen sehr verständnisvollen Freund habe, der auch ein großer Teil meines Blogs ist. Viele technischen Fragen erledigt er mit mir zusammen, er hilft mir beim Drehen von Videos und schießt meine Outfit-Fotos. Manchmal habe ich natürlich auch zu viel gearbeitet, aber mein Freund wusste immer, wie wichtig mir die Arbeit ist. Sonntag Abends dafür hat er immer stundenlang Football geschaut, so dass ich in dieser Zeit auf jeden Fall immer am Laptop saß.

Ich bin kein allwissender Guru, aber ich hoffe, meine Tipps und Erfahrungen waren interessant für euch und können euch vielleicht sogar etwas helfen! Lasst mich wissen, wie ihr mit Nebenprojekten umgeht, ob ihr welche habt, ob ihr plant, euer Hobby auszubauen, oder ob ihr eher Schwierigkeiten mit eurem Side-Hustle habt! Ich freue mich auf einen Austausch!

Lasst mich auf jeden Fall wissen, wie hilfreich diese Tipps für euch waren und ob ich noch weitere Artikel dieser Art verfassen soll!

 


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15 Kommentare
  1. Sehr interessante Einblicke, liebe Mia. Ich blogge auch nebenher und bin manchmal ganz schön am straucheln. Wie du Eingangs geschrieben hast, wenn sich die private Situation ändert, ist es ganz schön schwer. Als meine Mutter letztes Jahr schwer krank wurde und ich mir auch viele Sorgen machte, war ich wie blockiert zu bloggen und hatte auch weniger Zeit. Mittlerweile versuche ich langsam wieder in die Routine zu kommen. bei deinen Gedanken zum Perfektionismus musste ich schmunzeln. ich möchte meine Sachen auch gut und professionell erledigen, würde mich aber nie als Perfektionistin bezeichnen. ich habe auch schon bei einigen erlebt, die der Perfektionismus blockert hat und die deshalb immer noch keinen eigenen blog haben, weil sie an Logo etc. sich viel zu lange aufgehalten haben und die wichtigen Dinge nicht angegriffen haben. Jetzt bin ich auf jeden Fall wieder motiviert, mehr regelmäßig mein großes Hobby anzugehen <3

    1. Danke für dein schnelles Feedback! Freut mich total, dass dich der Beitrag motiviert!!! Und ja, das Beispiel mit dem Logo ist perfekt! Das habe ich auch schon oft gehört, dass sich viele so stark am Design und Logo aufhängen, so dass sie ihren Blog erst gar nicht starten (ich habe in meiner Blogger-Laufbahn nun schon SO oft mein Design verändert, haha). Ich denke, das hat viel mit Angst zu tun. Klar habe ich auch Selbstzweifel und manchmal Angst vorm Versagen, aber ich versuche, dass mich das nicht blockiert und ich eher nach dem Motto “just do it” lebe – klappt mal mehr mal weniger, aber daran arbeiten hilft schon viel!
      Tut mir leid mit deiner Mutter, ich wünsche deiner Familie alles Liebe!
      Hab einen schönen Start ins Wochenende später!

  2. Hallo liebe Mia,
    vielen Dank für den tollen und ausführlichen Artikel! Gerne mehr davon, vor allem auch über Perfektionismus und Zeitmanagement.
    Ich hab zwar “nur” meinen Hauptberuf und keine Kinder, bin dadurch aber auch jeden Tag elf Stunden außer Haus und komme mit dem Haushalt gerade so (manchmal mehr, manchmal weniger) hinterher. Sport kommt leider häufig zu kurz und frisches Kochen ist dank Biokiste und Thermomix schon besser geworden, aber weit entfernt von optimal.
    Zu oft erwische ich mich dabei, wie ich am PC sitze und “unnötigen” Dingen nachgehe, obwohl ich einiges erledigen wollte. Und abends im Bett bin ich dann voller Tatendrang, die Dinge zu tun und mir fallen tausend To-Dos ein… Wahrscheinlich wird man in Zeitmanagement auch besser, wenn man das einfach machen MUSS.
    Auf jeden Fall finde ich deinen Blog super und vor allem, dass es Beiträge gibt, die nicht nur auf Beauty/Mode zielen, sondern mehr Nachhaltigkeit und Natürlichkeit sowie eben so ein Beitrag wie heute.
    Mach weiter so! 🙂

  3. Hallo liebe Mia,
    vielen Dank für den tollen Beitrag! Vorhin hatte ich schon mal einen Kommentar geschrieben, der es aber leider irgendwie nicht geschafft hat zu erscheinen 😉
    Auf jeden Fall wollte ich sagen, dass ich es toll finde, auch solche Beiträge hier zu lesen und wünsche mir unbedingt mehr zum Thema Zeitmanagement und Perfektionismus.
    Leider erwische ich mich nämlich viel zu häufig beim Prokrastinieren (so ein Wort…) und komme mit meinen Dingen kaum voran und das obwohl ich “nur” einen Vollzeit-Job habe, der mich jeden Tag elf Stunden lang außer Haus sein lässt und nichts weiter. Selbst meine Hobbies kommen viel zu kurz, genauso wie Sport.
    Nun bin ich aber trotzdem motivierter etwas daran zu ändern und freue mich auf die nächsten Beiträge (egal ob zu diesen Themen, Fair Fashion oder was auch immer), denn dein Blog ist toll! Mach weiter so 🙂

    1. Hm, also bei mir ist er online! Den solltest du sehen, oder? Und ja, ich muss alle per Hand freischalten, neue DSGVO Richtlinien machen mich über vorsichtig und das kann dann auch mal dauern, aber eigentlich war dein Kommentar online! Auf jeden Fall: Danke!!! Freut mich total, dein Feedback zu lesen! Ich hoffe, ich konnte dich etwas motivieren. Ich kenne das mit 11 Stunden außer Haus sein. Aber vielleicht kannst du dir einfach 2 Mal die Woche konkret was vornehmen und das am Abend vorher breits zurecht legen (zB Sportsachen mitnehmen, oder das Hobby Zubehör bereits zurecht legen. Wenn jemand malt, stelle ich mir vor, bereits am Abend vorher die Sachen dazu auf den Tisch bereit zu legen, so dass man das am nächsten Tag direkt Abends bereits starten kann – nur eine Idee!) – Gerne schreibe ich mehr dazu! Wie gesagt, diese Selbstopimierungswelle mag ich gar nicht, aber bewusst mit Zeit umgehen ist auf jeden Fall etwas Positives meiner Meinung nach 🙂 Hab ein schönes Wochenende!

      1. Ja, total seltsam… als ich den zum zweiten Mal abgeschickt habe, erschien der erste 😀 Jetzt sind beide da, aber doppeltes Lob schadet ja auch nicht.
        Danke! Dir auch ein schönes Wochenende!

  4. I love this post! All the tips are great.

    I’m just starting out with blogging, getting into YouTube and also starting up a long awaited photography business on the side. That plus two kids makes life a real juggle. Efficiency is definitely something that needs to be practiced and refined! I used to be terrible at it but am getting better at managing my time to get the maximum amount of stuff done.

    It’s obviously paid off for you which is so great! It just goes to show that all the hard work will pay off in the end (but doesn’t mean that the hard work will end!)

    1. Thank you so much for your comment! Wow, so crazy that you are managing all that WITH two kids! You can be really proud of yourself!!! I guess with lots of motivation, passion and love for the things you do, a lot is possible! Wishing you all the best!

  5. Liebe Mia,
    danke für deinen ehrlichen Beitrag. Ich fühle mich gerade genauso wie du es beschreibst bzw. wie es dir erging. Ich blogge auch neben meinem Fulltime-Job und manchmal weiß ich einfach nicht wie/wo ich mir die Zeit für den Blog nehmen soll. Aber es macht einfach unglaublich Spaß sich damit “selbstzuverwirklichen” und etwas eigenes zu erschaffen. Zu Fotografieren, zu schreiben und in Kontakt mit so vielen tollen Menschen zu kommen. Diese ganzen positiven Erlebnisse motivieren mich immer mehr mein Thema (Nachhaltigkeit) herauszuposaunen und vor allem weiter zu machen. Auch wenn es manchmal ziemlich stressig wird und man von so mancher Person Gegenwind bekommt. Dein ehrlicher Artikel zeigt mir, dass ich nicht alleine bin mit meinen Gedanken und meinen “vielen parallelen Projekten”.
    Mach weiter so!!!

    1. Du bist definitiv nicht alleine! Ich glaube viele kennen das Problem, zwischen verschiedenen Projekten hin und hergerissen zu sein und von außen sieht alles immer so easy aus! Ich glaube, so lange man sich um gutes Zeitmanagement kümmert und das Zusatzprojekt im Großen und Ganzen Spaß macht, klappt das schon irgendwie 🙂 Immer positiv bleiben 🙂 Freut mich, dass dir der Beitrag etwas helfen konnte!

  6. Heye! super post! Ich finde es im Moment echt schwer die richtige Balance zu finden! Vor allem weil ich irgendwie nicht richtig den job abschalten kann (ist ein social media job) und dann fühle ich mich schnell überfordert wenn ich wieder vorm computer sitzen muss, obwohl ich es liebe und es mir eigentlich spass bringt…
    Diese Woche habe ich versuch eine stunden eher aufzustehen und das hat sehr geholfen weil ich den Tag gut starten kann, aber irgendwie find ich es manchmal mit der Kontinuität hart… Zwei Wochen super, mach meine to do liste und alle Beiträge und dann die Woche darauf fällt der eine oder andere für den blog geplante Tag weg und ich find es dann wieder schwer reinzukommen! Passiert dir das / hast du Tips? Vielleicht muss ich einfach in meine neue Routine erstmal reinkommen! hab ein schönes Wochenende xx

    1. Stimmt, das ist glaube ich das Schwierige, dass man WIEDER vorm Laptop sitzt. So geht das meinem Freund, der Hobbyfotograf ist und dann nach einem Bürotag keine Lust auf Bilder bearbeiten hat. Eventuell würde ihm zB mehr Analogfotografie helfen.
      Ich mache mir auch oft To-Do-Listen, die dann nicht klappen. Dann mache ich es so, dass ich mir kleinere Pakete schnüre, z.B. in drei Tagen nur ein To-Do erledigen “muss” und dann erst den Rest abarbeite. Also kleinere Zwischenziele setzen. Dann ist man nicht gleich frustriert, wenn gleich eine ganze To-Do-Liste bzw. ein ganzer Tag flach fällt. Hoffe, das hilft etwas!