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Ein Jahr lang schon habe ich jetzt nichts bei Zara gekauft! Ich habe mir kein Verbot auferlegt oder so, aber viele von euch haben wahrscheinlich meinen Shopping-Ban letztes Jahr mitbekommen. Danach habe ich nicht einfach fröhlich weiterkonsumiert, wie vorher. Mein Konsumverhalten ist dank dieses Projekts sehr viel nachhaltiger geworden. Zeit für ein Fair Fashion Update! Eine Zeit lang hieß es nur ein Kleidungsstück pro Monat. Jetzt habe ich keine Regeln. Ich shoppe am liebsten Vintage, bei TK Maxx und Online. Ich versuche auch immer mehr Eco-Fashion in meinen Kleiderschrank zu integrieren. Bis jetzt ist die Liste überschaubar: Jacke von Kuyichi, Tasche von Matt und Nat, mehrere vegane Schuhe und seit neustem zwei neue Pullis, die ich über den Avocadostore gekauft habe.

Beide habt ihr schon auf Instagram gesehen (hier und hier). In diesem Post will ich euch meinen derzeitigen Favoriten von Hati Hati vorstellen: Die Fransen und das lockere Strickmuster erinnern ein bisschen an Free People, Sommer und Hippie und dieses Feeling kann ich im Winter sehr gut gebrauchen! Ich bin mir nur nicht sicher, wie genau ich ihn kombinieren soll, da der Ausschnitt sehr groß ist. Irgendwelche Styling-Tipps?

Fair Fashion ist für einen Fashion Blogger ehrlich gesagt gar nicht so einfach. Ich merke schon, welche Blogs sehr viel Erfolg haben, die die jeden Tag einen neuen Look präsentieren, den man am besten sofort auf Asos oder im Zara nachkaufen kann, Looks, die bunt, schrill und cool sind, aber genauso schnell wie sie gekauft wurden, auch wieder im Kleiderschrank verstauben. Primark-Hauls treiben Klickzahlen auf YouTube nach oben. Ich zeige euch oft Sachen, die ich schon vor drei Jahren zum Lieblingsteil auserkoren habe. Meine beliebtesten Blogposts sind jedoch immer die, die etwas Neues zeigen und das kann einen ganz schön unter Druck setzen. Ich will mich aber nicht verbiegen, ich schreibe diesen Blog ja größtenteils für mich selbst. Mein Plan ist es sogar, meinen Kleiderschrankinhalt weiter zu reduzieren, minimalistischer und besser kombinierbar zu machen. Ich hoffe ihr bleibt meinem Slow-Fashion-Stil trotzdem treu auch in den Zeiten, in denen Neu, Schnell und Bunt beliebter sind 🙂

Nun zum Preis: Ja, Fair Fashion ist teurer, nicht unbedingt immer stylish, die Produktfotos sind meist sehr schlecht und schöne Teile sind sehr schwierig zu bekommen. Ich habe ehrlich gesagt sehr viel Zeit im Avocadostore verbracht, bis ich wirklich ein paar schöne Teile gefunden habe. Auf Pinterest habe ich ein paar meiner Lieblingsteile gesammelt, die ich alle gerne sofort hätte 🙂 Fair Fashion ist aber machbar, zumindest hin und wieder. Ich habe im Sale geshoppt und wusste schon, dass mir Kuyichi und Hati Hati gefallen. Gesponsort wurde hier übrigens nicht, ich will ja auch zeigen, dass man auch als “Normalo” hier und da mal nachhaltigere Konsumentscheidungen treffen kann.

It’s been a year since I last shopped at Zara. I didn’t give myself a new shopping ban or similar, but over the past few months I really changed my consumer behaviour. I think consciously about what and when I want to buy something. My favorite places to shop are still at vintage stores, TK Maxx and Online. The other day I browsed through the fair fashion site avocadostore.de and I have to admit: Eco Fashion is quite expensive, not super stylish, the pics are often very bad and it’s hard to find something fitting well with my own style. However I really like the pieces from Kuyichi and Hati Hati and treated myself to some pullovers. Here you see my new favorite one from Hati Hati. What do you think about it? Green fashion doesn’t have to look eco or green, does it?

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4 Kommentare
  1. Total wahr, was du da ansprichst. Faire Kleidung ist total schwer zu bekommen und wenn man nicht jeden Tag etwas spektakuläres postet, verschwindet man ganz schnell von der Blogger-Oberfläche… Ich glaube, da hilft nur Durchhaltevermögen und dass du dein Ziel verfolgst, ohne dich zu sehr um die andren zu kümmern! Mach dein Ding, ich bin gespannt wie es weiter geht!

  2. Liebe Lila, danke für diesen Post! Die Tatsache, dass du Zara und Co. so erfolgreich außen vorlässt, hat doch sofort in meine Bloglieblinge katapultiert. Ich finde es einfach wichtig, sich wenigstens mit diesem Thema auseinanderzusetzten und es anzusprechen, auch wenn es sich nicht immer 1:1 umsetzen lässt.
    Seit auch ungefähr einem Jahr meide ich Zara, h&m, Mango und wie sie alle heißen (Primark ist für mich eh der Vorhof zur Hölle) – und siehe da, neben einem kleinen, aber immer feiner werdenden Kleiderschrank hat sich mein gesamtes Shoppingverhalten so sehr verändert – das Bedürfnis nach den aktuellsten Trends, immer mehr, immer schneller und billiger zu kaufen, ist völlig verschwunden. Statt dessen gibt es einzelne 2nd Hand Schätze, zeitlose und hochwertige Basics und trotzdem mehr Geld am Ende des Monats. In diesem Sinne: Buy less, choose well! Und – über Grundstoff.net gibt es Basics, die vom Preis her durchaus mit h&m zu vergleichen sind.. Viele Grüße und mach genau so weiter, Imke