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Vor ein paar Monaten habe ich euch ja bereits das Basis-Rezept zu meinem DIY Body Mousse vorgestellt. Heute möchte ich euch eine kleine Variante vorstellen, die noch intensiver pflegt, sowie noch einmal genauer auf die Anwendungsmöglichkeiten eingehen! Gerade speziell jetzt für den Sommer habe ich ein paar Tipps sowie für Lockenschöpfe! Die Creme ist vegan, einfach zu machen, hält lange und ist super pflegend! Es ist sogar möglich, sie plastikfrei oder mit wenig Plastik herzustellen. Disclaimer: Ein paar der Links sind Affiliate Links. Das ist neben dem Link markiert. Was das bedeutet erfahrt ihr unten.

Hier zuerst einmal das Rezept, bevor ich auf die Anwendung eingehe. Ihr braucht:

  • ca. 220 g Shea Butter in der Metalldose zu kaufen, oder als große Packung für einen günstigen Preis und ihr verwendet die große Packung wieder, oder in Unverpacktläden) – falls die Sheabutter zu fest ist, wärmt sie etwas an, sie sollte aber nicht flüssig werden, und schlagt sie erst einmal separat vom Kokosöl auf
  • ca. 100 g Kokosnussöl (fest, falls es flüssig ist, gebt es für eine Weile in den Kühlschrank, Kokosnussöl finde ich eigentlich immer im Glas, das ich dann auch oft wieder verwende)
  • 1/2 Teelöffel Vitamin E Öl (das gibt es z.B. hier in der Glasflasche)
  • ca. 60 ml Jojobaöl (finde ich z.B: im Bioladen in der Glasflasche, du kannst auch ein anderes Lieblingsöl verwenden, z.B. Mandel oder Olive)
  • ca. 20-40 Tropfen Ätherisches Bio-Öl, je nach Vorliebe, im Sommer passt z.B. perfekt Lemongrass

 

Achtet insgesamt auf sehr saubere Utensilien!

Zubereitung & Haltbarkeit

Gebt alle Zutaten bis auf das Ätherische Öl in eine saubere Schüssel und schlagt alles mit einem (elektrischen) Rührbesen auf, bis ein festes, aber fluffiges Mousse entsteht. Und ja, es sieht super lecker aus, haha (ich habe mir schon oft überlegt, einfach Zucker hinzu zu geben und das Ganze dann zu vernaschen, haha). Ich habe mal das Feedback bekommen, dass die Creme nicht weich oder fluffig wurde, sondern die Sheabutter in kleinen Klümpchen verblieb. Das ist bei mir nie passiert, aber ich könntet, wenn das euch passiert, mal probieren, das Ganze oder nur die Sheabutter im Wasserbad zu schmelzen, im Kühlschrank abkühlen und fest werden zu lassen und dann neu aufzuschlagen. Oder ihr achtet vorm Schlagen darauf, dass die Sheabutter schön weich ist und verrührt diese erst einmal separat.

Dann könnt ihr das Mousse bereits in ein Glas, in eine Dose oder ähnliches umfüllen. Ich lagere das Mousse trocken, lichtgeschützt und kühl in einer Schublade. Da ich kein Wasser verwende, sondern nur Öle und Fette bleibt die Creme sehr lange haltbar. Ihr würdet es an einem ranzigen Geruch riechen, wenn sie nicht mehr gut ist. Wie bei allen Cremes im Tiegel ist es am besten, immer mit einem sauberen Löffel etwas aus dem Glas zu nehmen. Im Kühlschrank könnt ihr die Creme natürlich auch lagern, dann wird sie nur ein bisschen fester und weniger fluffig. Der Effekt bleibt aber der Gleich!

Anwendung

Die fluffige Creme ist so vielseitig einsetzbar, doch sie ist sehr intensiv pflegend. Deshalb ein paar Hinweise:

  1. Als In-Dusch-Creme: Ich verwende sie derzeit unter der Dusche sozusagen als In-Dusch-Lotion. Ich wasche mich ganz normal ab und dann gebe ich etwas von der geschlagenen Körperbutter auf meine nasse Haut. Sie ist etwas schwierig einzuarbeiten, aufgrund der feuchten Haut, aber verreibt sie einfach gründlich. Dann braust ihr euch nochmal ab, diesmal nur mit Wasser und steigt dann aus der Dusche. Die Haut ist intensiv gepflegt, aber ohne dicken, öligen Film (wenn dann nur ein ganz schwacher).
  2. Als Intensiv-Conditioner für Locken: In letzter Zeit hatte ich viele Probleme mit trockenen Locken. Sie locken sich derzeit einfach viel mehr als früher, was ihnen aber auch mehr Feuchtigkeit entzieht. Außerdem versuche ich derzeit, sie etwas länger wachsen zu lassen. Deshalb brauche ich intensive Pflege. Neben ein paar anderen DIYs verwende ich derzeit nun auch die geschlagene Körperbutter für meine Haare. Ich gebe auf meine gewaschenen und nassen Haare ein bisschen von der Creme und verteile sie wie Conditioner in meinen Haaren. Das heißt, ich “kämme” die Creme mit meinen Fingern durch meine Locken bis in die Spitzem (ich hoffe, ihr versteht was ich meine, sonst lasst es mich wissen). Das Ganze lasse ich ein paar Minuten einwirken. Meist steige ich dann aus der Dusche, trockne mich ab und spüle dann einfach meine Haare mit kaltem Wasser über der Dusche aus. So sehen meine Haare nicht ölig oder strähnig aus (passiert mir bei öligen Produkten schnell), sondern werden einfach intensiv gepflegt. Ich wickle meine Haare dann für ein paar Minuten zum antrocknen in ein Baumwoll-T-Shirt und lasse sie dann, ohne sie wirklich anzufassen, einfach lufttrocknen. Die Locken sind dann sie schön definiert und fluffig!
  3. Als normale Body-Lotion: Natürlich könnt ihr die Creme auch einfach auf die trockene Haut geben. Dann ist sie aber wirklich sehr intensiv und pflegt sehr stark. Der ölige Film kann euch dann etwas zu fettig sein, aber das könnt ihr denke ich sehr gut selbst einschätzen. 
  4. Als Intensivpflege für sehr trockene oder poröse Stellen: Gerade bei sehr trockenen Stellen kann diese Intensivpflege aber natürlich genau die richtige sein und ihr könnt sie direkt auf sehr trockene Stellen, z.B. an den Knien oder am Ellenbogen geben.
  5. Als Handcreme: Ich persönlich habe oft sehr trockene Hände und normale Handcreme hilft bei mir hier eigentlich kaum. Deshalb mache ich das hier ähnlich wie unter der Dusche: Ich gebe etwas Creme auf meine feuchten Hände und massiere dann alles ein. Wenn mir der ölige Film zu stark ist, halte ich sie noch einmal kurz unter laufendes Wasser und mache sie nur leicht mit dem Handtuch trocken. Pur auf trockene Haut geht das Ganze natürlich auch!
  6. Als intensive Fußpflege: Je mehr ich in Schuhen laufe und desto weniger barfuß im Gras (oder am Strand haha), desto trockener werden meine Fußsohlen. Tatsächlich sind meine Füße immer am schönsten, je mehr ich barfuß gehe. In der Großstadt ist das natürlich schwierig, deshalb ist hauch hierfür die intensive Creme super geeignet!
  7. Als Lippenpflege: Mit trockenen Lippen habe ich tatsächlich kaum zu kämpfen, deshalb sind meine Erfahrungswerte hier gering, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Creme auch spröde Lippen weich zaubert!

 

Die Vorteile dieser Creme:

  • Ihr wisst genau was drin ist. Viele von euch berichteten mir von sensibler Haut und dass ihr Alkohol in Kosmetika vermeiden wollt. Wenn ihr genau wisst, was eurer Haut gut tut, dann könnt ihr viele Pflegeprodukte einfach selber herstellen! Besonders wenn es um ölbasierte Produkte geht, die einfach haltbar zu machen sind (alles mit Wasser wird nämlich schnell schlecht). Wenn ihr z.B. kein Fan von Sheabutter seid, könnt ihr diese z.B. mit Kakaobutter austauschen. Ihr müsst da einfach ein bisschen rumprobieren.
  • Ihr könnt euren eigenen Lieblingsduft zusammenstellen. Lemongrass ist nur meine Vorliebe. Lavendel, Rosmarin, Orange, etc. gehen natürlich auch. Viele verschiedene, gute ätherische Öle findet ihr hier.
  • Ihr spart eventuell eine große Menge an Plastikverpackungen
  • Die buttrige Konsistenz macht in der Anwendung einfach nur Spaß und fühlt sich wie ein Mini-Spa-Erlebnis an
  • Ihr habt so viele Anwendungsmöglichkeiten mit nur einer Creme! Die Kosmetikindustrie will uns ständig verkaufen, dass wir für alles 100 verschiedene Produkte kaufen. Weniger ist auch in Sachen Beauty mehr!

 

So, ich hoffe, diese vielen Anwendungsmöglichkeiten und die einfache Herstellung haben euch überzeugt, die Creme auch endlich mal selbst auszuprobieren!  Lasst mich wissen, falls ihr Fragen habt!

 

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5 Kommentare
    1. You should definitely try it! I am not sure how long exactly. You would usually smell it when the oils go a bit off. It never happened to me yet. I had one for 2-3 months. But if you are unsure you can always store it in the fridge. Then it just gets a bit harder, but still works well! 🙂 Have fun trying it!

    1. Oh yes, Ich muss auch zugeben, dass sie für mich auch immer suuuuper lecker aussah und ich aufpassen musste, dass ich sie nicht verkoste, haha. Obwohl die Inhaltsstoffe unbedenklich sind. Shea Butter wird in manchen Ländern auch zum Kochen verwendet. Viel Spaß beim Probieren!

  1. Man kann einfach 1/3 der sheabutter schmelzen lassen und sie dann zusammen mit dem Rest aufschlagen, dann klumpt sie nicht (klappt auch mit unraffinierter). Ich nutze die Creme fürs Gesicht, da Sheabutter auch super für unreine Haut und Akne geeignet ist. Als Öl habe ich dann aber kein Kokosöl genommen sondern nur Wildrosenöl. Auch das ätherische Öl habe ich weggelassen für die Gesichtspflege. Auf die leicht feute Haut (z.B. mit Rosenwasser) angewandt ist die Creme ein Traum 🙂 Danke für die Inspiration!