In den letzten sieben Monaten war ich tatsächlich drei Mal in der Sächsischen Schweiz unterwegs, obwohl ich vorher ehrlich gesagt fast nie so richtig den Osten besucht habe. Zum Glück habe ich das so zügig nachgeholt, denn alle drei Trips waren einmalig. Um euch auch dazu zu inspirieren, Abenteuer sozusagen vor der Haustür, oder eine kurze Zugfahrt entfernt, zu starten, teile ich heute alle Infos zu unseren Reisen nach Dresden, zur Basteibrücke und auf die Festung Königstein.

Der Anlass

Die Sächsische Schweiz und Dresden waren tatsächlich das Ausflugsziel für meinen Junggesellinnen-Abschied! Meine Maid of Honor Elli hat einfach zwei perfekte Tage geplant und genau das richtige Ziel rausgesucht. Ich wollte unbedingt raus aus Berlin, in die Natur, aber auch leckeres, veganes Essen genießen und ein bisschen Party-Time mit den Girls zelebrieren. All das lies sich wunderbar in der Gegend vereinen! 

Ich fand es so wunderschön dort, dass wir fast genau den gleichen Ausflug, minus Party-Time, mit Jesses Schwester und ihrem Partner gemacht haben. Deshalb habe ich so viele verschiedene Fotos mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen aus Rathen und von der Basteibrücke 🙂

Das Elbsandsteingebirge ist eines der schönsten Wandergebiete Europas. Laut des Toursmusportals führen circa 1200 Kilometer markierter Wanderwege durch grüne Wälder und mystische Täler vorbei an spannenden Felsformationen zu aufregenden Panoramen.

Selbst Personen mit Mobilitätseinschränkungen finden passende Routen! Wir haben in Rathen den Wanderweg durch die Schwedenlöcher genommen, sowie teilweise den Malerweg.

Auf der Festung Königstein war ich tatsächlich letzten Dezember, um den Weihnachtszauber zu erleben! Auf YouTube habe ich ein Video dazu gemacht – es war zwar kalt und etwas verregnet, aber wirklich wunderbar romantisch und besinnlich! Aber auch jetzt im Sommer ist ein Ausflug dorthin auf jeden Fall ein Erlebnis. Die Wanderung hoch zur Festung ist für mobile Menschen nicht schwer (und für alle anderen, die wirklich nicht wandern können, mit der Bimmelbahn machbar), bietet aber dennoch einen wunderbaren Ausblick!

Die Anfahrt von Berlin / von Dresden

Für alle Ausflugsziele, die ich oben genannt habe, haben wir von Berlin aus den EC Richtung Prag genommen, den IC Richtung Dresden, oder den Flixbus. Leider gibt es keinen (oder übersehe ich das was???) direkten ICE nach Dresden und auch der IC fährt eher selten, was ich wirklich sehr enttäuschend finde. Den EC fand ich bis jetzt immer ziemlich voll, also empfehle ich eine Reservierung, obwohl diese ja immer recht teuer ist, finde ich. 

Der EC fällt außerdem häufig mal aus, wie wir es dann auch erlebt haben, und die Alternativroute war sehr langsam und in der Regionalbahn auch kaum auszuhalten aufgrund der Hitze im Zug. Warum ich die Zugfahrten hier so schlecht mache? Ich möchte einfach mehr darauf aufmerksam machen, dass das Zugnetz in Deutschland dringend ausgebaut werden muss, um nachhaltiges Reisen voran zu treiben. Außerdem möchte ich auch bei solchen Beiträgen ehrlich meine Erfahrungen und Erlebnisse teilen. Mit dem Flixbus hatten wir bisher keine Probleme, aber diesen nehmen wir auch eher selten. Welche Erfahrungen habt ihr so gemacht?

Ich empfehle aber auf jeden Fall aus Nachhaltigkeitsgründen, aber auch für den Komfort, das Auto zuhause zu lassen.

Um zur Festung Königstein zu kommen haben wir ab Dresden die S1 Richtung Schöna bis Königstein(Sächs Schw) genommen und sind von dort bis zur Festung gewandert. Es gibt auch einen Festungsexpress hoch bis zur Festung, oder auch wieder hinunter. Von Berlin direkt könnt ihr den EC bis Bad Schandau nehmen und dann eine Haltestelle mit der S1 Richtung Dresden bis Königstein(Sächs Schw) fahren. 

Der Festungsexpress ist ein Oldtimer Doppeldecker und fährt ab 09:00 Uhr jeweils halbstündig von Königstein (Reißiger Platz) zur Festung Königstein. Zwischen Parkhaus am Malerweg und Festung pendeln dann alle 10 Minuten die Bimmelbahnen hin und her. Im Dezember fährt der Festungsexpress ab 10:00 Uhr zum Historisch-RomantischenWeihnachtsmarkt auf der Festung Königstein.

Um zur Basteibrücke zu kommen, haben wir ab Dresden die S1 Richtung Schöna bis Kurort Rathen genommen. Oder ihr fahrt direkt von Berlin mit dem EC bis Bad Schandau und steigt dann in die S1 (zurück Richtung Dresden) für zwei Haltestellen bis zum Kurort Rathen. Von dort haben wir eine Fähre über die Elbe bis Rathen genommen und sind von dort dann losgewandert zur Basteiaussicht.

Das ist die Aussicht von der Bastei aus. Die Fähre seht ihr unten ganz klein im Bild.

Übernachtung?

Theoretisch kann man den Ausflug an einem Tag machen, wenn man früh morgens los fährt und spät abends wieder zurück kommt. Die Wanderung hoch zur Bastei dauert nicht lange, genauso wie mit der Festung. Letztens haben wir circa 4 Stunden an der Bastei verbracht und uns aber wirklich viel Zeit genommen. Es ist aber mit Übernachtung ein bisschen angenehmer und wir konnten so immer noch etwas von Dresden sehen! Einmal haben wir ganz klassisch im Hotel übernachtet und sonst im Airbnb in der Nähe der S-Bahn-Station Dresden Bischofsplatz. Die Gegend kann ich sehr empfehlen, da viele vegane Angebote in der Nähe sind und man sehr gut auch von dort in die Dresdener Altstadt kommt.

Kosten

Der EC kostet wenn man einen Monat im Voraus bucht mit der Bahncard 25 2. Klasse 15-30 Euro pro Person einfache Fahrt. Genauso der IC. Würde ich jetzt spontan in zwei Tagen fahren wollen, habe ich eben Tickets für 18-30 Euro entdeckt. Entweder bucht ihr dann die Fahrt dann direkt bis Rathen oder Königstein, oder ich kauft euch ein S-Bahn-Ticket von Dresden aus. In der Gruppe haben wir uns ein Kleingruppen-Ticket für 5 Personen ich glaube für 22 Euro geholt. Der Fahrkartenautomat gibt euch aber die genaue Auskunft und Preise können sich immer ändern.

Der Flixbus ist viel günstiger, wenn ihr im Voraus bucht!

Dazu kommen noch Kosten für Verpflegung und Kleinigkeiten. Wir haben einfach viel Essen für Picknicks mitgenommen und dann unterwegs im Zug, am Rastplatz oder auf der Wiese gegessen. Kleinigkeiten, die noch dazu kommen: Zum Beispiel kostet die Fähre in Rathen circa 1,50 Euro, oder der besondere Rundgang oben auf der Bastei circa 2,50 Euro. Toiletten kosten meistens auch 50 Cent oder 1 Euro.

Von Berlin aus, und natürlich auch von Dresden aus zum Beispiel, ist eine Übernachtung wie gesagt nicht unbedingt nötig. Ansonsten findet ihr aber von günstigen Hostels und Airbnbs bis schicke Hotels und Ferienwohnungen für jedes Budget eine passende Unterkunft. Ihr müsst nur rechtzeitig buchen, um die guten Preise zu ergattern. Wir haben z.B. einmal 66 pro Nacht und pro Person in einem Hotel mit relativ schlechter Location bezahlt, da es Hochsaison war, wir aber für einen Job dringend hin mussten. Bei besserer Planung haben wir wiederum circa 18 Euro pro Nacht und pro Person im Airbnb bezahlt.

Ist das wirklich ein Mikro-Abenteuer?

Echte Micro Adventure-Liebhaber würden diese Ausflüge vielleicht nicht als echte Abenteuer einstufen. Die Gegenden sind sehr touristisch und man muss wenig selber recherchieren. Für alle Einsteiger aber genau das richtige Ziel! Auch weil alles von Berlin aus so einfach zu erreichen ist, auch spontan und zu einem günstigen Preis. Also für alle mit wenig Zeit und wenig Geld von Berlin aus sehr gut machbar. Ohne Auto ist man einfach an bestimmte Strecken gebunden. Nächstes Mal wollen wir aber etwas abseits der Touristenwege die Sächsische Schweiz erkunden und dann wird es auf jeden Fall zum “richtigen” Mikro-Abenteuer 🙂

Wir hatten vor unserer Rückfahrt noch etwas Zeit und sind in Rathen entlang der Elbe spazieren gegangen. Dort haben wir dann das wunderschöne Mohnblumenfeld entdeckt, das ihr auf vielen meiner Bilder seht! Für mich war das bereits ein Mikro-Abenteuer, da ich unbedingt diesen Sommer mal ein Blumenfeld genießen wollte!

Weitere Infos zur Gegend, Anfahrt und den Wanderrouten findet ihr auch auf dem offiziellen Tourismus-Portal der Sächsischen Schweiz (nicht gesponsert, einfach für euch zur Info!).

Wart ihr schon einmal in der Sächsischen Schweiz? Habt ihr noch Tipps abseits der typischen Touri-Routen?

Hier noch ein paar weitere Eindrücke:

    


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