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Kapstadt ist für mich (fast) DIE perfekte Stadt! Die Natur und Umgebung ist wunderschön, die Menschen sind super freundlich, man kann hier so viel erleben und entdecken, die Strände sind atemberaubend und: das Essen ist einfach köstlich hier! Was genau wir alles erlebt und gemacht haben (und wir haben es sogar sehr ruhig angehen lassen), teile ich heute mit euch!

So einen richtigen Kapstadt Travel Guide kann ich euch nicht im vollen Umfang bieten. Ich war hier mit der Familie meines Freundes unterwegs und deshalb haben wir viele Sachen ein bisschen anders gemacht. Zum Beispiel mussten wir kein Auto leihen, sondern haben eins von der Familie bekommen, oder brauchten auch kein Hotel, sondern haben bei der Schwester gewohnt.

Außerdem war ich bereits vor 6 Jahren in Kapstadt und hab damals schon die Klassiker abgehakt:

  • Waterfront
  • Long Street
  • Table Mountain
  • Boulders Beach

 

Dennoch habe ich ein paar weitere Klassiker und eventuell 1-2 “Geheimtipps” (nichts davon ist so richtig geheim), die ihr in Kapstadt und Umgebung vielleicht auch spannend finden könntet, für euch parat! Einen separaten Vegan Food Guide findet ihr hier.

Unterkunft

Wie gesagt, haben wir einfach bei Jesses Schwester übernachtet. Das ist in Muizenberg und ich mag die Gegend sehr gerne! Sie liegt in der Nähe von Kalk Bay und dann auf der anderen Seite geht es relativ schnell in das Weingebiet Stellenbosch. Nach Downtown dauert es aber recht lang und glaubt mir: der Verkehr in Kapstadt ist echt unglaublich! Es gibt viele Stoßzeiten, zu denen die Highways zwischen Nord und Süd fast dicht sind. Für eine Strecke von 30 Min haben wir schon mal 1,5 Stunden gebraucht. Das überrascht euch jetzt vielleicht, aber über die ganzen Staus spricht nur halt kein Blogger.

Wenn ich aber als Tourist zurück kommen würde, würde ich wahrscheinlich eine Unterkunft in Observatory aussuchen. Die Gegend liegt zentral, dort gibt es tolle vegane Cafes und ich mag die Ecke einfach. Aber Seapoint und die Ecken drumherum, sowie Downtown in der Nähe von Long Street sind wahrscheinlich am praktischsten als Tourist.

Transport

Wir hatten wie gesagt ein Auto von Jesses Familie. Wer länger in Kapstadt unterwegs ist und viel erleben will, für den könnte ein Auto eventuell auch praktisch sein. Ansonsten kommt man aber auch mit Uber sehr gut von A nach B oder mit gebuchten Tagestouren. Den MyCiti Bus habe ich nicht ausprobiert, soll aber in den touristischen Ecken sehr gut funktionieren.

SIM Karte

Diese habe ich mir in einem Supermarkt geholt, aber dort wollte das Personal eine Anmeldebestätigung meiner Adresse, das war irgendwie komisch. Wir haben trotzdem eine SIM Karte erhalten, aber vielleicht ist das Ganze am Flughafen einfacher (nur ein bisschen teurer). Zumindest habe ich von anderen Bloggern erfahren, dass das am Flughafen ohne Probleme ging. Eine SIM Karte ist halt für Apps wie Uber sehr praktisch.

Jahreszeit

Ich war bisher nur in den Monaten Februar bis April in Kapstadt. In dieser Zeit kann es echt von kalt und regnerisch bis super heiß und schwül werden. Generell ist die Stadt aber sehr windig, also packt euch immer auch etwas Warmes ein, auch wenn ihr im Hochsommer (Sommer ist dort unser Winter) hinfliegt. Wir waren also immer im Herbst von Südafrika dort und ich mochte die Jahreszeit sehr gerne. Es kann aber wie gesagt sehr wechselhaft sein.

Wasserkrise

Derzeit herrscht eine große Wasserkrise in Kapstadt. Warum ihr trotzdem hinfliegen solltet und was ihr dann aber beachten solltet, erfahrt ihr hier.

Sicherheit

Ich will euch hier eigentlich keine Hinweise liefern, da alles ohne Gewähr ist und Sicherheit echt immer eine individuelle Sache ist. Informiert euch also auch auf anderen Seiten in Sachen Sicherheit in Kapstadt und fragt auch immer in eurem Hotel nach. Ich wollte es dennoch ansprechen: In den Medien wird es auf jeden Fall viel krasser dargestellt, als es ist. Viele Stadtteile von Kapstadt sind sehr sicher. Es muss euch halt bewusst sein, dass in der Stadt und im Land Südafrika ein extrem großes Wohlstandgefälle herrscht.

Wie vor jeder Reise, egal in welches Land, solltet ihr euch gut informieren, was die Sicherheitslage angeht. Auf der Weltreise haben wir das auch immer gemacht, da es in jedem Land und in jeder Gegend andere Sachen zu beachten galt. Detailliertere Infos zu Kapstadt findet ihr zum Beispiel hier (Englisch und sehr detailliert), hier oder hier.

Muizenberg

Hier haben wir übernachtet, haben also fast jeden Abend dort verbracht! Viel gibt es hier nicht zu entdecken, aber die bunten Strandhütten von Muizenberg und St. James sind einfach ikonisch! Von Muizenberg könnt ihr am Strand entlang nach St. James laufen und von da nach Kalk Bay oder anders rum. Hier waren wir immer mit mindestens 4 Personen unterwegs und ich habe mich dabei sicher gefühlt.

Kalk Bay

Wie eben erwähnt, sind wir öfter mal von Muizenberg nach Kalk Bay gelaufen. Der Ort ist sehr klein, hat aber ein paar super süße Läden, perfekt zum Souvenir-Shopping. In meinem Kapstadt Vegan Food Guide habe ich außerdem noch ein süßes Café empfohlen.

Chapmans Peak Drive

Eine spektakuläre Panoramastraße, die wir mehrmals genossen haben! Der Eintritt kostet umgerechnet cira 3 Euro und der Ausblick ist einfach grandios!! Haltet einfach an allen Ausblickstationen an und ihr werdet kein Must-See verpassen. Es ist einfach ein unvergessliches Erlebnis!

Cape Point Nature Reserve

Auch hier eigentlich ein Muss! Hier zahlt man wieder Eintritt, ich glaube, umgerechnet 10 Euro pro Person und manchmal, gerade am Wochenende, kann man am Eingang ein kleines bisschen Stau erwarten. Das war aber nie schlimm. Klar können die vielen Reisebusse die Atmosphäre stören, es ist einfach ein sehr touristischer Ort. Aber ich würde empfehlen, nicht nur am Cape halt zu machen und ein Foto vor dem berühmten Schild zu machen. Schaut euch die Karte, die ihr am Eingang erhaltet, an und besucht auch mal ein paar andere Strände, als nur das Kap der Guten Hoffnung (wenn ihr die Zeit und Möglichkeit habt). Es gibt so viele Ecken, die dann auch sehr ruhig und abgeschieden sind, weil sich eigentlich jeder Richtung Kap begibt (siehe Titelfoto).

Llandudno Beach

Von hier haben wir die schönsten Sonnenuntergänge erlebt (ach, überall in Südafrika waren die Sonnenuntergänge toll)! Empfehlen kann ich den Blick von den Klippen auf der Nordseite. Das Wasser ist wie überall in Kapstadt super kalt und der Strand kann auch mal recht windig sein, aber ein Besuch lohnt sich trotzdem. Ja, hier waren wir dann auch abends unterwegs, um vom Strand zum Auto zu kommen, und das nur zu zweit, aber es waren sehr viele andere Touristen immer um uns herum, also haben wir die Situation als sicher eingeschätzt.

Stellenbosch & Franschhoek & Co.

Ein Kapstadt-Besuch ohne Abstecher in die Weingegenden Stellenbosch, Franschhoek & Co. geht eigentlich nicht 🙂 Ich kann euch diese Weingüter sehr empfehlen:

  • Delaire Graff – der Coastal Cuvee ist nämlich unser Lieblingswein und hinter dem Weingut könnt ihr noch den Weinberg hochwanden und eine tolle Aussicht genießen (siehe oben)
  • Stark-Conde: Das Grundstück ist einfach so süß und die Weinverkostung findet auf einer kleinen Insel auf einem kleinen See statt!
  • Solms: Hier fanden wir den Wein nur ok (meine Eltern lieben ihn aber und ich kenne mich mit Wein nicht aus), aber auch hier könnt ihr ein bisschen rumwandern und hinterm Weingut findet ihr einen coolen Bambuswald (habe ich bereits auf Instagram geteilt)!
  • Vergenoegd Wine Estate: Hier waren wir auch, da Jesses Mutter unbedingt die Duck Race sehen wollte. Mich hat das nicht interessiert, aber der Markt und die Livemusik waren echt toll.
  • Babylonstoren: Die Farm ist wirklich wunderbar, um fast einen ganzen Nachmittag dort zu verbringen. Wir waren dort zum Lunch (es gibt Salate und ein Veganer Sandwich für Veganer. Der Restaurant-Garten ist wirklich so schön!). Danach waren wir noch im Garten der Farm spazieren und es gibt dort so viel zu entdecken und zu erleben. Ich will nicht alles vorweg nehmen, ihr erhaltet eh einen Plan der Farm, aber richtig cool waren die Vogelnester und das Kakteen-Labyrinth. Übernachten kann man dort auch! Hier ein paar Impressionen:

Lions Head Hike

Ich liebe es in Kapstadt zu wandern, aber aus Sicherheitsgründen sind wir nur im Hellen und nie alleine gewandert. Ich würde immer empfehlen, mindestens zu dritt oder zu viert zu wandern. Das wird euch auch an den Eintrittsschildern empfohlen. Ihr könnt zum Beispiel auch eine Wanderung auf Airbnb buchen, oder das Hotel fragen, ob es Guided Hikes gibt. Wenn viele Leute um einen herum sind (wie eben am Lions Head) und man nicht die teuersten Sachen mit sich trägt, ist auch alles ok. Aber wie gesagt informiert euch immer selber und fragt auch im Hotel nach.

Also zurück zum Thema: Dieses Mal haben wir nicht so viele Wanderungen gemacht, leider, aber den Lionshead Hike kann ich sehr empfehlen! Eine wunderschöne Aussicht. Leider sind wir nie bis ganz nach oben, da die Familie den beschwerlichen Teil nicht mitmachen wollte.

Weitere Strände, die ich noch sehr schön fand:

Camps Bay

Der Strand ist einfach sehr schön, die Promenade dazu finde ich persönlich aber langweilig. Keine coolen Cafes, nichts Veganes oder was in die Richtung Organic geht, sondern einfach nur ein reicher Ort. Das ist aber nur meine Meinung. Der Strand ist aber wie gesagt sehr, sehr schön!

Clifton Beach

Hier waren wir am Clifton 2nd Beach (es gibt glaube ich 4 verschiedene), haben einen Schirm ausgeliehen und einfach gechillt. Das Wasser in Kapstadt ist mir generell zu kalt, aber Jesse und seine Schwester waren im Wasser!

Observatory & Woodstock & Downtown

In Observatory gab es einige Cafés und Restaurants, die wir mehrmals besucht haben, da sie sehr gute, vegane Gerichte anbieten. Einen Vegan Food Guide zu Kapstadt findet ihr hier. Außerdem mochte ich den Vintage Store Dress Me Up sehr (empfohlen von Alexandra Stanić). Direkt darüber liegt das Restaurant Hidden Leaf Eatery, das ich auch sehr mochte und einen der besten veganen Burger, die ich jemals probiert habe, auf seinem Menu hatte.

In Woodstock findet ihr auch den Food Market in The Old Biscuit Mill. Diesen haben wir auch besucht. Die Musik und Angebote waren echt gut, aber ich fand den Market sehr überfüllt und die Geschäfte auch meist sehr überteuert.

Von Woodstock geht es ziemlich schnell mit dem Auto / Taxi nach Downtown in die Long Street. Diese sind Jesse und ich einfach auf und ab gelaufen und wir waren dort fast nur in Cafés und Restaurants (weniger in Geschäften) unterwegs. Wie gesagt, meinen Food Guide findet ihr hier.

Kirstenbosch National Botanical Garden

Diesen habe ich extra für eine Kooperation besucht, um schöne Fotos zu produzieren, denn eigentlich interessiere ich mich nicht für Botanische Gärten. Eigentlich! Denn jedes Mal, wenn ich sie dann doch besuche, bin ich fasziniert von den unterschiedlichen Blumen und Pflanzen und könnte stundenlang einfach nur fasziniert die Natur um mich herum bewundern! So auch der Botanische Garten Kirstenbosch. Hier gibt es auch einen Duftgarten, einen Baumwipfelpfad und die coolsten, größten Bäume! Außerdem bietet der Garten jeden Sonntag Konzerte auf der großen Wiese an, ein einmaliges Erlebnis!

Bo-Kaap

Diesen kleinen Stadtteil von Kapstadt wird euch sofort ins Auge fallen, wenn ihr daran vorbei fahrt. Die vielen bunten Häuser sind einfach ein knalliger Eyecatcher! Als eines der ältesten Stadtviertel ist es natürlich auch immer von Touristen gut besucht, aber ein kleiner Abstecher dorthin lohnt sich immer. 

 

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West Coast National Park

Diesen Nationalpark findet ihr 120 km nördlich von Kapstadt. Das Vogelschutzgebiet bietet nicht nur eine wunderschöne Landschaft (trotz Trockenheit), sondern auch eine unglaublich blaue, schöne Lagune mit feinstem, weißen Sandstrand! Aufgrund der Entfernung ist die Bucht auch nie wirklich voll, da es viele Ecken gibt, an denen man sich ausbreiten kann und seine Ruhe hat.

Ich hoffe, euch hat mein Mini-Guide gefallen und ich konnte etwas Travel-Inspiration rüber bringen. Falls ihr noch weitere Fragen zu Kapstadt und Umgebung habt, lasst es mich wissen. Ich kann auch immer Jesse und / oder seine Familie fragen. 

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3 Kommentare
    1. Kapstadt und SÜdafrika im ganzen ist so toll! Aber auch spannend, anders und interessant…wenn du mal eine große Reise planst, dann schau dir auf jeden Fall auch Südafrika an! Danke für deinen lieben Kommentar!