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Nach unseren drei unglaublich schönen, aber auch sehr ereignisreichen Wochen in Costa Rica (lest hier meinen Costa Rica Travel Guide für einen Road Trip durchs Land!), ging es für uns weiter nach Panama. Heute zeige ich euch, wo wir genau unterwegs waren und was ich empfehlen und nicht empfehlen kann! Danach sind wir übrigens direkt weiter nach Panama City. Unsere Erlebnisse dort, könnt ihr hier nachlesen!

Vorab: Ja, unsere Weltreise ist schon etwas her, aber irgendwie habe ich recht lange gebraucht, um unsere Reise zu verarbeiten und neue Blogposts dazu zu verfassen! Dieser Beitrag wurde aber auch auf Instagram recht häufig angefragt, also kommt nun endlich ein Artikel über unsere Zeit in Panama 🙂

Aufregende Anreise über Land von Costa Rica

Wir haben uns entschieden, von Costa Rica (Puerto Viejo) über Land nach Bocas del Toro in Panama zu kommen und das selbst organisiert, ohne Tour oder Reiseanbieter. Dafür sind wir einfach den Tipps aus diesem Backpacker-Blogpost gefolgt. Natürlich könnt ihr auch circa das Dreifache zahlen und ihr habt den Stress nicht, an allen Ecken euch zurecht zu finden, zu verhandeln und eventuell auch unsicher zu sein, ob auch alles so klappt. Wir waren aber eben als Backpacker unterwegs, ich habe jeden Cent umgedreht (was sich mega gelohnt hat, siehe unser Beitrag zu unserem Weltreise-Budget) UND wir haben solche kleinen Abenteuer “wie kommen wir selbst organisiert von A nach B” geliebt! 

Im blauen Gebäude oben haben wir die Tickets für den Local Bus gekauft. 

Zuerst ging es mit einem Bus von Puerto Viejo nach Sixaola / La Frontera an die Grenze. In Puerto Viejo mussten wir an dieser kleinen Bushaltestelle einsteigen und vorher für den Local Bus ein Ticket kaufen, siehe oben. Denn direkt daneben gibt es noch die Touri-Haltestelle, wo die ganzen organisierten Überfahrten abfahren. Da wollten wir aber ja nicht mit 🙂 Diese sah aber so aus:

(Ich saß da erst falsch rum, siehe links, haha)

Angekommen am Grenzübergang Sixaola:

Irgendjemand wollte uns dann zum Pass-Stempeln nach unserer Ankunft in Sixaola nach links wegführen, aber das haben wir eiskalt ignoriert, denn die offiziellen Schilder zum Grenzübergang haben alle nach rechts geführt. Und nach Monaten “On the Road” waren wir mittlerweile bei jedem, der uns “helfen” wollte, mega skeptisch 🙂

Eigentlich verlief alles ohne Probleme, so wie im verlinkten Blogpost, nur das man, als wir da waren, leider nicht mehr über die alte Grenzbrücke laufen durfte. Nur daran vorbei. Aber auch das war ein cooler Anblick!

In Panama angekommen mussten wir bei der Einreise nur vorweisen, dass wir ein Ausreiseticket haben. Das hatten wir bereits ein paar Wochen im Voraus gebucht, aber es gibt auch einen Service für reservierte Flight-Tickets, falls ihr diese braucht. Das haben wir so für unsere Einreise nach Costa Rica gemacht (aber da wollte dann plötzlich niemand ein “Proof of Onward Travel” sehen). Mittlerweile muss man anscheinend auch beweisen, dass man ein Ticket für seinen Rückflug ins Heimatland hat. Aber ohne Gewähr! Informiert euch da vorher an offiziellen Stellen.

Danach haben wir den Local Bus nach Changuinola, wie im verlinkten Blogpost geschrieben, gesucht. Natürlich wollte uns niemand helfen, da alle eine teure Taxi-Fahrt oder Tour verkaufen wollten. Wir wollten aber partout auf eigene Faust nach Changuinola. Irgendwann haben wir dann einen Taxi-Fahrer gefunden, der uns für den gleichen Preis nach Changuinola an die lokale Busstation gefahren hat. Keine Ahnung, wie wir das geschafft haben, mit seeeehr gebrochenem Spanisch und sonst eigentlich kein Plan, wo was war, aber es hat geklappt 🙂

Von da haben wir dann ein Ticket für den Bus nach Bocas del Toro, bzw. zum Anlegeplatz der Boote dorthin gekauft. Der Bus kam dann auch recht schnell und wieder haben wir es irgendwie mit sehr wenig Spanisch-Kenntnissen (fast niemand sprach dort Englisch) in den richtigen Local-Bus geschafft 🙂 Dieser hielt dann irgendwo am Straßenrand und der Busfahrer hat uns dann gesagt, wohin wir zur Anlegestelle laufen sollen.

Mit dem Boot nach Bocas del Toro

Nach unserem Horror-Boot-Trip in Kambodscha hatte ich wieder sooo Panik, in ein kleines Boot zu steigen…doch meine Angst war unbegründet. Die Bootsfahrt nach Bocas war super entspannt und es gab kaum Wellen! Wir hatten vorab schon drei Nächte im Selina Red Frog Hostel gebucht und dorthin gelangt man über Insel-Hopping mit einem weiteren Boot, da es sich auf einer anderen Insel als die Hauptinsel von Bocas befindet. Wir hatten aber gelesen, dass es am Red Frog Beach kaum Supermärkte gibt, also haben wir uns in Bocas del Toro Town mega mit Reis, Gemüse und weiteren Lebensmitteln eingedeckt. Zum Glück haben wir etwas zuviel gekauft, dazu aber gleich mehr.

Wieder ging es also weiter, diesmal mit einem kleineren Boot, an den Red Frog Beach. Die Anlegestelle mit in einer Mangroven-Landschaft und an der Rezeption eines schicken Resorts ist an der Südseite der Insel und wir mussten circa 15 Minuten von dort bis zum Selina-Hotel laufen. Versucht also tagsüber anzukommen, abends fände ich es etwas gruselig.

Unser Relax Hostel in Bocas del Toro

Wir haben uns für das Selina Red Frog entschieden, eine recht teure Hostel-Variante, aber wir wollten ein bisschen chillen, ruhiges Strandfeeling genießen und die Reviews klangen echt gut. Und ich war sehr positiv überrascht! Die Lounge und der Bar-/Restaurant-Bereich war sehr cool aufgebaut, es gab sogar einen kleinen Pool, und einen Wasserhahn mit Leitungswasser, wo wir unsere Trinkflasche immer auffüllen konnten! Sehr nachhaltig. Jeden Abend gab es außerdem immer irgendein Programm, also z.B. Quiz-Night, DJ, etc. Man bekommt übrigens ein Bändchen, so dass sich niemand Fremdes aufs Gelände “verirrt”.

Es gibt auch eine schöne offene Gemeinschaftsküche im Freien mit viel Platz und Zubehör zum Kochen! An der oben erwähnten Rezeption ist auch der nächste Supermarkt, der aber mega teuer ist. Versucht also wirklich, alle Lebensmittel vorher zumindest auf der Bocas Hauptinsel zu kaufen! Ich war froh, dass wir viel hatten, denn wir sind dann spontan viel länger auf der Insel geblieben, als geplant.

Trotzdem hat Jesse glaube ich insbesondere auf Bocas mehrere Kilo abgenommen (auf dem ganzen Trip hat er 11 Kilo abgenommen!), da es irgendwann nur Reis, Bohnen und Paprika für uns gab 🙂 Immerhin hatte ich aber zusätzlich noch Stärke, Zucker, Mehl, Vanille, Nüsse und ein paar Bananen. Damit habe ich hin und wieder Pudding gemacht, sowie Banana Cake. So unsozial und hungrig wie wir waren, haben wir den ganzen Banana Cake dann allein in einem Tag aufgegessen, muahahahaha 😀

Die Standard-Doppelzimmer sind aber echt klein, für 50 Dollar die Nacht dementsprechend ziemlich teuer, auch weil wir nur ein Shared Bathroom hatten. Aber uns gefiel es trotzdem sehr gut und deshalb tat uns der Preis nicht weh. Wir hatten auf der Insel auch kaum Ausgaben, da wir ja unser eigenes Essen dabei und gekocht hatten, und so nur ein paar Euro hier und da für Bier und andere Getränke ausgegeben haben. 1-2 Mal hatten wir aber auch Frühstück und Lunch im Restaurant.

Yoga auf der Dachterrasse gab es auch und das für nur 5 Dollar die Stunde! Das Personal war auch mega freundlich, denn in unserem ersten Zimmer war die Matratze etwas komisch und nach freundliche Nachfrage haben wir uns dann sofort ein neues Zimmer aussuchen dürfen! Ich empfehle die Zimmer ganz hinten, dann bekommt man wirklich nichts vom Lärm in der Küche und an der Bar mit (obwohl es nie wirklich MEGA laut war, aber man weiß ja nie! Deshalb hatte ich auch immer Ohrstöpsel dabei).

Die einzige Kritik: Leider fiel am letzten Tag das Wasser aus. Irgendwo auf der Insel gab es einen Rohrbruch und wenn so etwas auf einer kleinen abgelegenen Insel passiert, dauert die Reparatur leider etwas länger. Alles kein Problem, aber irgendwie hat sich das Hostel meiner Meinung nach nicht genug um die daraus entstandenen Umstände gekümmert (nicht immer regelmäßig Wasser zum Toiletten-Spülen bereit gestellt, etc.). Aber so ein Rohrbruch ist natürlich nicht die Regel und wir haben direkt mitbekommen, wie sie sich rund um die Uhr um die Reparatur gekümmert haben.

Zwischendurch hat es außerdem geregnet. Dann gibt es nicht sooo viel zu tun auf der Insel, aber ich fand das mega entspannend, in der Lounge zu sitzen, Leute kennen zu lernen, ein bisschen am Computer zu arbeiten und in Ruhe zu kochen.


Red Frog Beach

Der Strand war wunderschön und sauber. Es gab ein paar Strömungen, aber nach ein paar Metern ist das Wasser wieder mega flach, so dass man sich im Notfall kurz raustreiben lassen kann und dann zur Seite rauslaufen / rauspaddeln kann. Seid trotzdem immer vorsichtig! Informiert euch sowieso generell, was ihr bei Strömungen im Notfall machen solltet, egal wo ihr hinreist (Kurzfassung: ruhig bleiben, und dann zur Seite rausschwimmen, nie dagegen!). Der Strand ist auch recht lang mit vielen Schattenspendern 🙂 Er ist aber nicht weiß, so wie man es sich auf Bocas vorstellt, sondern relativ gelb. In den Wellen zu spielen hat SO Spaß gemacht!!! Und wir sind auch nur dort wirklich ins Wasser, wo auch andere Leute waren.

Uns gefiel es so gut am Red Frog Beach, dass wir ganze 7 Nächte dort geblieben sind! So lange waren wir fast nie an einem Ort, aber wir haben die Ruhe gebraucht. Wir waren ehrlich gesagt etwas ausgelaugt vom ständigen Hin und Her. Das war auch die Zeit, in der ich so unglaublich braun geworden bin, weil wir eigentlich nur am Strand lagen. Fast nur im Schatten, aber ich hatte mittlerweile so eine Grundbräune, dass ich nur noch Kokosöl als Sonnenschutz verwendet habe (der SPF von fast nur 3 oder 4 hat mir gereicht, im Gesicht hatte ich aber eine 50er Creme, also keine Sorge). Umweltfreundlich, aber klappt natürlich nicht bei jedem Hauttypen! Zum Strand kommt man über einen kleinen Weg durch den Dschungel. Super süß, tagsüber sicher, da viele Backpacker vom Hostels unterwegs sind, aber lauft nicht im Dunkeln allein zurück! 

Viel zu tun gab es nicht, was ich aber gut fand! Unsere Tage bestanden aus Frühstück in der Gemeinschaftsküche (wer will, kann auch für 4 Dollar in der Lounge am Frühstücksbuffet frühstücken), am Strand abhängen, kurz am Pool socializen, eventuell Yoga am Nachmittag auf der Dachterrasse, Aktivitäten im Hostel am Abend und natürlich auch ein bisschen Laptop-Time. Außerdem habe ich dort mein Pack-Video meiner Kleidung gedreht! An der Ost-Seite des Strandes gibt es einen kleinen Steg, den ihr bis zum Ende entlang laufen könnt. Dort könnt ihr die unglaublich mächtige Gischt der Wellen bewundern.

Weiterreise per Bus nach Panama City

Dies könnt ihr in meinem zweiten Teil Panama City nachlesen!

 

Hier folgen noch ein paar Fotos von Red Frog Beach:

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5 Kommentare
  1. Hey 🙂 zuerst mal Kompliment für die schönen Bilder und super Beschreibung! Hätte nur eine Anmerkung zum Red Frog Beach. Die Strömungen sind sehr stark und das Schwimmen ist nicht für Familien mit Kindern in diesem Bereich geeignet. Bin selber Rettungsschwimmer und war nur bis zur Hüfte im Wasser und bin mit letzter Kraft noch aus dem Wasser gekommen… das raustreiben ins offene Meer (quasi sich mich der Strömung sich treiben zu lassen) ist nicht immer erfolgreich, gab auch schon einige Tote in diesem Strandbereich. Dabei waren auch welche dabei die den Warnhinweisen gefolgt sind und versucht haben sich raustreiben zu lassen und seitwärts raus zu schwimmen. Was ich damit sagen will, man sollte in diesem Bereich nicht ins Wasser gehen – gibt andere Strandabschnitte ohne Strömung!