Freitag, der 22. Juni 2018
Raus aus Berlin: Mein ultimativer Tipp für ein Wochenende auf dem Land

Disclaimer: Ich wurde für diesen Beitrag nicht bezahlt, aber ich habe zusammen mit weiteren Bloggern zwei Nächte im nachhaltig gebautem Haus Ferientroja via Airbnb (kein Affiliate) für umsonst erhalten. Ich wurde gebeten, doch meine ehrlichen Erfahrungen und mein ehrliches Feedback hier auf dem Blog zu teilen. Anreise und Verpflegung haben wir selbst bezahlt. Bezahlung gab es wie gesagt keine.

In den letzten Wochen hatte ich irgendwie von Berlin genug. Ich bin eigentlich ein Stadtkind, aber da wir keinen Balkon, keine Terrasse und keinen Garten haben und das Wetter einfach so unglaublich schön sommerlich war in den letzten Wochen, wollte ich einfach nur noch “raus”. Doch meistens muss ich in letzter Zeit auch am Wochenende arbeiten und deshalb konnten meine Freund und ich bis jetzt nie zwei Tage im Grünen planen. Zum Glück konnte ich aber vor Kurzem Arbeit und Vergnügen etwas verbinden:

Vor zwei Wochen habe ich zusammen mit meiner Blogger-Agentur Homenest und ein paar Bloggerkollegen (um genau zu sein mit Charlotte, Talisa, Anna und Amelie) zwei Nächte in Mecklenburg-Vorpommern verbracht. Das Wochenende stand ganz im Zeichen der Content-Kreation, aber auch darin, die Natur auch mal zu genießen, Yoga zu machen und einfach Zeit, mit netten Kollegen zu verbringen.

Nachhaltige und idyllische Unterkunft-Empfehlung:

Empfehlen kann ich euch für so einen Kurzurlaub die Ferientroja. Das sind drei freistehende Ferienhäuser, die aus nachhaltigen Materialien gebaut wurden (mehr dazu ganz unten) und die man einzeln oder alle drei zusammen über Airbnb mieten kann. Die Plattform hat uns wie gesagt zwei Nächte zur Verfügung gestellt, und genau solche Angebote liebe ich, auf Airbnb zu finden – Unterkünfte, die eher ab vom Schuss sind, auf dem Land, weit weg von der Großstadt! Weiter unten findet ihr ganz viele Fotos, die die Unterkunft noch einmal besser beschreiben. Hier vorab ein paar Fakten:

  • Lage: In Troja in der Nähe der Gemeinde Lärz 
  • Kosten: circa 80-165 Euro pro Nacht pro Haus (je nach Saison und Haus, jeweils Platz für 5-6 Erwachsene)
  • Ausstattung / Umgebung: große Wohnküche mit großem Esstisch, Kamin, Terrasse mit Tisch, riesiger Garten und angrenzendes Waldgebiet, Nebel-See 20 min zu Fuß entfernt – mitten im Grünen und trotzdem war das Internet echt gut, also perfekt für zwei Tage Entspannung pur oder eben eine Workation wie wir sie hatten!
  • Buchung: Via Airbnb (links findet ihr die drei Häuser als Inserate, kein Affiliate Link), lasst euch vom Gastgeber die genaue Adresse für euer GPS geben! Genauso mit dem genauen Fußweg zum See!

 

Da sich viele nicht so wirklich vorstellen können, wie so eine “Workation” mit Content-Fokus aussieht, wollte ich euch außerdem auch dazu ein paar Insights geben. So sah unser Wochenende genau aus, samt Abholdrama mitten im Regen, Fledermaus-Zwillingsbabies, die wir retten mussten, wunderschöner, nachhaltiger Unterkunft und viel, leckeres veganes Essen:

Freitag, Ankunft:

Freitag Mittag ging es los zu viert mit Nicole, Talisa und meinem Freund, der als Fotograf dabei war, in ein kleines, vollgepacktes Auto. Vollgepackt, da wir nicht nur unser eigentlich super leichtes Gepäck für zwei Nächte dabei hatten, sondern auch unsere ganzen Kameras, Lichtboxen, Ringlicht, Kabel, Zubehör und natürlich Essen! Zum Glück war die Fahrt aber nur zwei Stunden lang 😛

Angekommen in Troja bei Lärz haben wir erstmal die Zimmer aufgeteilt, das Essen ausgepackt und die ersten Fotos geschossen. Da wir nicht wussten, ob das Wetter hält (wir kamen zu strahlendem Sonnenschein an aber es sollte noch das ganze Wochenende eigentlich regnen), haben wir direkt nach der Ankunft bereits losgeknipst und fleißig Fotos gemacht. Um noch ein bisschen was von der Umgebung zu erkunden, haben wir uns dann am späten Nachmittag noch auf zum See gemacht. Dieser liegt nur 20 Minuten zu Fuß vom Haus entfernt und führt durch einen wunderschönen Waldweg! Packt euch aber Mückenspray ein, falls es euch auch dorthin verschlägt! Die waren zwar überraschenderweise recht harmlos (keine mega krassen Stiche, nur ganz kleine), aber auch echt überall!

Abends gab es lecker vegane Spaghetti Bolognese mit Linsen statt Hack und wir haben auf Amelie gewartet, die mit dem Rad von Berlin nach Troja fahren wollte. Das hat sie auch fast geschafft, aber aus mehreren Gründen kam sie in eine etwas Besorgnis erregende Verspätung und Nicole hat sie dann im strömenden Regen und nachts im Dunkeln irgendwo in Brandenburg abgeholt. Das war aufregend, aber GPS und Location Senden sei Dank lief dann doch alles glatt!

Der aufregende Abend war aber noch nicht vorbei, zumindest für Nicole und Amelie: In ihrem Haus (wir hatten zwei Häuser gebucht) fanden die beiden dann eine kleine Fledermaus, die fast regungslos auf dem Boden lag und ein paar Zentimeter daneben ein Fledermausbaby!!! Doch die Geschichte ging erst wirklich am nächsten Tag weiter, da es nun wirklich sehr, sehr spät wurde…

Samstag:

Ich war tatsächlich recht früh wach und so haben Jesse, Nicole (die beiden waren noch vor mir wach!) und ich uns entschieden, im wunderschönen Garten der Häuser, via YouTube Yoga mit Adriene zu machen. Was für ein perfekter Start in den Tag! Endlich lag ich nicht in meinem dunklen Wohnzimmer im Berliner Hinterhaus auf der Yogamatte, sondern mitten auf der Wiese umgeben von Wald, Blumen und den Geräuschen der Natur! Nach einem ausgiebigen Frühstück, zu dem sich dann Talisa und verständlicherweise etwas verschlafen auch Amelie gesellten, ging es direkt ans Filmen. Amelie spricht kein Deutsch, bzw. lernt die Sprache gerade erst und deshalb haben wir ihr ein paar schwierige deutsche Wörter gegeben, die sie dann im Video aussprechen musste. Ich sag nur “Tschechisches Streichholzschächtelchen”, hahahaha.

Kurz danach kamen dann auch Anna und Charlotte an und damit startete dann der Produktionstag offiziell. Es wurden Fotos gemacht, Videos gedreht, Interviews geführt, Statistiken und Strategien besprochen, also richtig Work Work Work Work Work! 

Zwischendurch kümmerten wir uns aber natürlich auch im die Fledermausfamilie: Anscheinend hatte die Mutter im Haus Unterschlupf gesucht, war aber recht entkräftet. Wir dachten, sie hatte im Haus wahrscheinlich nicht genug Wasser. Wir haben ihr ein paar Wassertropfen hingelegt, aber wir wussten schon, dass sie wahrscheinlich nichts von uns nehmen wird. Dann haben wir sie mit ihrem Baby (ohne sie anzufassen natürlich, wir waren seeeehr vorsichtig, wir wollten natürlich nicht gebissen werden) vorsichtig in einen Korb umgesiedelt und ans Fensterbrett gestellt, um ihr die Möglichkeit geben, sich sicher geschützt vor Katzen und frei wieder aus dem Staub zu machen. Nach einer Weile haben wir dann aber festgestellt: Sie war nicht einfach nur entkräftet, nein, sie hat noch ein zweites Baby geboren!!! Das ist bei Fledermäusen sehr selten und deshalb war sie wohl so schwach und hat sich kaum geregt. Nach der Geburt wurde sie aber aktiver und wir waren zuversichtlich, dass sie es dann bald schaffen würde, mit beiden wegzufliegen! Wir hatten übrigens die ganze Zeit mit dem Fledermausnotruf Kontakt, der uns die ganzen Tipps gab. Wenn ihr euch bei verletzten oder schwachen Wildtieren unsicher seid, könnt ihr mittlerweile fast immer Profis erreichen und um Hilfe bitten!

Jetzt aber wieder zu unserer Workation, haha, Nachmittags gab es leckere Sommerrollen, handgerollt von Anna und Talisa, mit blau gefärbten Reisnudeln! Gruppenfoto musste natürlich auch sein! Abends saßen wir dann alle auch noch zusammen und es gab ein leckeres Dinner mit Pasta (mal wieder, haha) und Gemüse, zwischendurch Tanz-Livestream und viele Instagram-Stories. Nach einem langen Arbeitstag ging es dann aber tatsächlich dann auch früh ins Bett!

Sonntag

Ein gemeinsames Frühstück mit den ganzen Blogger-Mädels war echt wunderschön! Wir haben dann noch ein paar Videos und Fotos gemacht, ein bisschen Yoga und Stretchen war zwischendurch sogar auch drin und dann mussten wir auch schon aufräumen und packen! Zu spät konnten wir nicht in Berlin ankommen, da wir am Montag alle wieder früh raus mussten. 

Das Wochenende hat sich wirklich gelohnt! So eine Kombi aus Urlaub und Arbeit ist nicht wirklich immer mega entspannend, aber wir konnten dennoch viel Zeit miteinander verbringen und ich habe wirklich das Glück, dass ich nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde dabei hatte am Wochenende! So fühlt sich die Arbeit weniger nach Arbeit an und mehr nach Freizeit 🙂 Ich hoffe, ihr fandet die Ergebnisse bisher spannend (ein paar Fotos sind auf Instagram bereits online, sowie ein paar Videos auf meinem Kanal und bei Charlotte). 

Lasst mich wissen, falls ihr noch Fragen zu der Unterkunft habt! Ich kann sie euch sehr empfehlen, genau das, was ich als Großstadtkind brauche! Im Haus findet ihr auch alles was ihr braucht. Einzig und allein die Anfahrt könnte etwas schwierig werden, da die Häuser ein bisschen versteckt sind, aber genau das will man ja eigentlich, wenn man von der Großstadt kommt. Lasst euch auf jeden Fall die genaue Adresse geben, für eure Anfahrt mit GPS. Außerdem würde ich noch empfehlen, nach dem genauen Weg zur Badestelle zu fragen, denn wir mussten uns vor Ort nämlich etwas verplant durchfragen. Und wie gesagt: Moskito-Spray – Natur pur halt 🙂

Und noch kurz ein paar Infos zu der nachhaltigen Bauweise der Häuser, da die Besitzer extra eine Stunde vorbei gekommen sind, um uns mehr zum Thema ökologischer Hausbau zu erzählen:

Ganze 850 Hektar gehören zu den Niedrigenergie-Häusern, die übrigens aus Mondholz handgefertigt wurden. Dieses wurde zu Neumond im Januar eingeschlagen, da es zu dem Zeitpunkt weniger Wasser enthält. Das Holz wurde aus dem Wald vor der Tür geschlagen, auch Türen und Fenster wurden selbst gebaut.  Da die Besitzer ein eigenes Sägewerk haben, wurde auch kaum mit Verschnitt gearbeitet. Aus den Resthölzern wurden Tabletts gemacht und das übrig gebliebene Sägemehl geht an die örtlichen Bauernhöfe. Eine weitere Besonderheit: Die Häuser wurden so gebaut, dass sie über hunderte von Jahren halten sollen. Außerdem bemüht sich der Forsthof Krümmel auch um de Bepflanzung von neuen Bäumen: Innerhalb der letzten 11 Jahre wurden 400.000 Bäume gepflanzt, die dann wahrscheinlich erst die übernächste Generation nutzen kann. 

Eventuell noch ein wichtiger Punkt für Veganer, den ich erwähnen wollte: es darf in der Gegend auch gejagt werden, hier nachzulesen. Wenn ihr das also gar nicht unterstützen wollt, passt die Gegend für euch vielleicht gar nicht, das muss aber jeder für sich entscheiden.

Also auch wenn ich eingeladen wurde und im Gegenzug diesen Blogpost schreiben “musste” (es bestand kein Vertrag, aber eine Bitte), kann ich euch diese Unterkunft wärmstens empfehlen. Ich denke, allein meine Bilder sprechen für sich. Wenn ihr weitere Fragen habt, lasst es mich natürlich gerne wissen! Hier noch ein Foto von Elise und ihrem Bruder Moritz, die die drei Häuser gebaut haben, ein super sympathisches Team:

Hier noch ein kleines Foto-Diary zu unserem Wochenende:

 

 

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