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In diesem Teil berichte ich von unserer Zeit in Panama City. Davor waren für 8 Tage auf Bocas del Toro. Unsere Erlebnisse in Bocas del Toro könnt ihr hier nachlesen!

Die Anreise von Bocas del Toro

Wir hatten uns zwischendurch überlegt, ob wir auch andere Teile von Panama erkunden wollen. Es gibt mega schöne Wasserfälle im Inneren des Landes und auch schöne Landschaften, sowie die abgelegene Inselgruppe San Blas, aber wir hätten das wieder selbst organisieren müssen und es wäre wieder seeehr viel hin und her fahren gewesen und wir wollten ein paar Tage einfach nur chillen, bevor wir uns zu zwei aufregenden Wochen nach Kuba aufmachten. Also entschieden wir uns, unseren Aufenthalt im Selina Red Frog zu verlängern und nach 8 Tagen den Nachtbus nach Panama City zu buchen. Theoretisch kann man auch von Bocas del Toro nach Panama City fliegen, aber zum einen ist das relativ teuer (als Backpacker) und zum anderen haben wir Flüge vermieden, wenn sie nicht nötig waren. Und auf der Busfahrt haben wir außerdem ein mega nettes Pärchen aus Deutschland kennen gelernt, mit dem wir immer noch in Kontakt stehen! Ich konnte sogar im Bus schlafen, da ich zwei Sitze für mich alleine hatte!

Ankunft mitten in der Nacht in Panama City

Wir kamen natürlich mega früh in Panama City an, 4 Uhr morgens. Ich glaube, das machen die immer extra, egal ob in Amerika, oder Asien, damit die Touris die bereitstehenden Taxis nehmen MÜSSEN (es gibt nämlich viele Backpacker wie wir, die auf eigene Faust weiter reisen möchten). Die Stadtbusse fuhren natürlich aber alle noch nicht und für Uber war es auch noch zu früh. Also haben wir uns alle in ein überteuertes Taxi gequetscht und sind zu viert nach Casco Viejo gefahren, die Altstadt von Panama City. Von da haben sich dann unsere Wege getrennt und wir sind zu unseren Hostels / Guesthouses gelaufen.

Unser Geister-Hotel

Wir waren im Budget Hotel Casco Antiguo untergebracht – und ums vorweg zu nehmen, ein sehr seltsames Hotel. Online findet man kaum Bilder oder Beschreibungen. An sich ist das Gebäude mega schön und auch die Zimmer sind recht geräumig. Aber alles ist etwas heruntergekommen und da das Hotel sehr groß ist, aber gefühlt nur drei Zimmer belegt waren, wirkte es ein bisschen wie ein Geister-Hotel. Die Dachterrasse war aber cool und der Preis sehr günstig! Und auch die Lage war ok. Es war direkt am Rand der sicheren Altstadt zum unsicheren, nicht renovierten Teil der Stadt. Das Frühstück war auch ok, aber das Personal war recht anstrengend, da die Rezeption wirklich kein Englisch verstand. Aber Jesse hat das alles geregelt 🙂 Auch unser Zimmer zur Straße hin war recht laut, da die Nachbarschaft gegenüber immer bis spät in die Nacht laut war. Also keine Empfehlung, aber für uns echt ein Erlebnis 🙂

Schönes Casco Viejo

Die Altstadt von Panama City ist wunderschön, da fast alle Gebäude renoviert wurden. Ich würde auf jeden Fall empfehlen, dort ein Hotel zu suchen und nicht in Downtown. Gleichzeitig ist das dann aber auch ein komisches Gefühl, wenn ein Stadtteil nur für die Touristen umgebaut wurde und die lokale Bevölkerung aus ihren Häusern raus musste, um Hotels und Restaurants zu weichen. Gleichzeitig wurde der Teil so aber auch sicherer und eventuell weitet sich das ja auch auf die anderen Stadtteile aus. Um ein bisschen mehr darüber zu erfahren, haben wir eine kleine Stadtführung gemacht, mehr dazu aber unten.

What to Do in Panama City

Wir waren fünf Tage in Panama City und auch wenn mir die Stadt im Nachhinein nicht soooo sehr gefiel, gab es echt viel zu tun:

Panama Kanal

Ein vermeintliches Muss, wenn man in der Stadt ist. Das Museum war auch recht interessant, aber am Kanal ist echt nichts los 😀 Ich glaube circa 2x am Tag kommt ein Schiff vorbei und genau das hatten wir dann verpasst. Schaut euch also den Schedule vorab an, bevor ihr hingeht, um wenigstens mal eine Schiffseinfahrt zu erleben. Hin und zurück sind wir mit einem Uber.

Panama Downtown

Hier sind wir eigentlich nur hin, um Geld für Kuba zu wechseln (wir brauchen Euro) und vegan essen zu gehen. Sonntags ist außerdem die Cinta Costera am Nachmittag für Autos gesperrt und so ein schöner Ort, Fahrrad zu fahren! Es war aber mega heiß 🙂 Wir sind mit einem Uber bis zur U-Bahn-Station Mayo 5 und von da weiter mit den Öffentlichen (einfach, weil wir das erleben wollten).

Essen waren wir im:

  • El Jardin Vegetarian – super günstig und lecker, aber Kantinen-Feeling (Bild unten)
  • und T-Bar – lecker, aber relativ teuer

Casco Viejo

  • Spazieren: wir sind echt einfach nur stundenlang rumgelaufen, es gab so viele schöne Häuser zu entdecken!
  • Shoppen: An vielen Ecken könnt ihr kleine Märkte und Innenhöfe mit Märkten entdecken, sowie unzählige süße Boutiquen, Konzerte und vieles mehr!
  • Bars: Wir waren Rum trinken in der Pedro Mandinga Rum Bar
  • Vegan essen im Restaurant Dodo – war auch wieder ok, aber recht teuer
  • Weitere Restaurants kann ich nicht empfehlen, da ich alle entweder nicht so lecker, oder zu teuer fand
  • Sonnenuntergang auf der Dachterrasse: Den Sonnenuntergang mit einem kühlen Getränk zu genießen und die Skyline von Panama City dabei zu bewundern, ging sehr gut für einen fairen Preis in der Central Gastrobar. Geht auf jeden Fall bis ganz nach oben! 
  • Eine Tour mit einem Local Guide der ehemaligen Fortaleza Gang: Normalerweise machen wir nie Touren, wir sind meisten enttäuscht, sowie auch hier. Es klang echt mega, eine Tour mit einem ehemaligen Gang-Mitglied, der sich durch diese Arbeit wieder ins normale Leben integrieren kann. Gleichzeitig erfährt man auch super Insights. Wir würden es aber nicht noch einmal machen, da der Guide erstmal mega spät kam, der Guide (im Gegensatz zum Übersetzer) immer mega genervt wirkte, und so, also ob er schnell alles beenden wollen würde, wir kaum was gezeigt bekommen hatten, der Preis für die Tour plötzlich teurer war, als per Facebook-Nachricht angekündigt und dann noch ein richtig, fettes Trinkgeld erwartet wurde. Als Backpacker waren wir einfach von diesen Maschen genervt und konnten die Tour dann am Ende nicht mehr so wertschätzen. Viele lieben die Tour aber, macht also eure eigene Recherche vorab!

 

Dazu haben wir noch den lokalen markt “Avenida 5 de Mayo Market” besucht, der aber etwas schwierig zu finden war. Er war auch viel kleiner, als wir es uns vorgestellt hatten, aber wir konnten ein paar schöne Souvenirs finden. Und die Ecke wirkte endlich mal überhaupt nicht touristisch.

Am Ende unseres Aufenthalts haben wir uns dann noch mit ein paar Sachen für Kuba eingedeckt, Müsli, Sojamilch-Pulver, Süßigkeiten, Sonnencreme, etc. und sind dann von dort aus nach Kuba geflogen. Deshalb waren wir auch relativ lang in Panama City, um noch ein paar Erledigungen vor Kuba zu schaffen.

Fazit

Die Altstadt von Panama ist wirklich wunderschön, wirkt aber irgendwie einfach wie eine Erlebniswelt für Touristen und man sieht kaum Locals. Auch dass die Locals ausziehen mussten, um schicken Hotels zu weichen, ist nie ein schönes Gefühl. Gentrification at its Finest eben. Angeblich wurden den Locals, die ausziehen mussten, neue Häuser in guten Stadtteilen angeboten, aber ob das immer so reibungslos ablief, wage ich zu bezweifeln. Während unsere Gang-Tour haben wir das Thema auch angesprochen, und die Entwicklung von Casco Viejo hat einfach viele Vorteile (mehr Sicherheit, neuer Wohnraum, Sicherheit breitet sich aus), aber eben auch Nachteile (Locals mussten Hotels weichen, das “echte Leben” in der Altstadt wurde nicht erhalten). In diesem Blogpost hat ein Reisender seine Gedanken schön zusammengefasst.

Ansonsten würde ich aber nicht uuunbedingt zurück nach Panama City. Ich fand die Stadt (das ist jetzt SEHR subjektiv, das ist wie gesagt nur meine persönliche Meinung) nicht so spannend, zumindest nicht die touristischen Ecken. Als wir ein bisschen auf eigene Faust unterwegs waren, fand ich alles viel spannender, aber natürlich ist es nicht wirklich sicher und in manchen Ecken, außerhalb von Casco Viejo, habe ich mich echt unwohl gefühlt. Und gerade als Backpacker mit einem geringen Budget, gab es einfach nicht so viel zu tun. Aber viele verlieben sich auch in die Stadt, also ist es einfach nur ein Gefühl von mir.

Bocas del Toro hat mir aber SEHR gefallen und nächstes Mal würde ich einfach Panama City stark abkürzen oder ausfallen lassen und stattdessen mich auf ein Abenteuer ins Landesinnere begeben, oder auf einen aufregenden Trip auf die San Blas Inseln!

Wart ihr schon einmal in Panama? Wo wart ihr genau unterwegs, auch Bocas del Toro, Panama City und San Blas, oder eventuell andere Gegenden? Oder wollt ihr bald nach Panama und habt ein paar Fragen?

Hier findet ihr meinen Bericht zu Bocas del Toro. Und weiter unten sind noch ein paar Fotos aus Panama City.


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5 Kommentare
  1. Sehr interessanter Blogpost über Panama! Ich war selbst im April 2017 dort und habe eine Freundin, die in der Nähe des HRC wohnt, besucht und auch bei ihr gewohnt. Wir haben einen Tagestrip nach San Blas gemacht und ich muss sagen, dass die Anreise sehr mühsam war (ca. 3 Stunden, 1 Stunde davon durch den Dschungel in Serpentinen auf und ab fahren), dazu wusste ich auch nicht, dass ein Reisepass benötigt wird (war aber mein Fehler). Als wir dann schließlich an der Küste waren, lief alles reibungslos ab: In einem kleinen Motorboot geht es dann rund 20 min auf die erste Insel. Traumhaft paradiesische Verhältnisse, glasklares Wasser wie auf den Malediven, es ist die lange Anreise also absolut wert! Und so geht es dann immer von Insel zu Insel, auf denen man immer für eine gewisse Zeit Aufenthalt hat und baden, usw. kann und die indigene Bevölkerung vor Ort verkauft selbstgemachte Produkte wie z.B Armbänder. Insgesamt kann ich also San Blas sehr empfehlen, einfach, weil die Gegend sehr schön ist. Am Ende des Tages war ich aber froh wieder nach Panama City zurückzukehren, da es auf den Inseln nichts zu tun gibt und sie so klein sind,dass man nicht mehr als 10 min braucht, um sie abzugehen. Aber das ist natürlich nur meine subjektive Meinung und falls man der Typ ist, der nur am Strand liegen, baden und die Sonne genießen möchte, dann ist San Blas definitiv die richtige Entscheidung für ein bisschen Karibikfeeling!
    Deinem Bericht zum Panamakanal kann ich mich nur anschließen: Das Museum ist sehr interessant und gut aufgebaut, aber der Kanal an sich eher langweilig.
    Insgesamt würde ich aber ganz sicher noch einmal Panama besuchen!

    1. Oh das klingt trotz beschwerlicher Anreise wirklich schön! Wir hätten glaube ich gerne 1-2 Nächte dort verbracht, aber irgendwie haben wir uns dann dagegen entschieden, dadurch dass wir vorher schon so viel unterwegs waren. Ich bin ja mega der Typ, der einfach nur am Strand liegen kann. Mein Freund aber weniger. Aber hätten wir vorher und nachher ein bisschen mehr Ruhe gehabt oder ein paar Tage mehr, wären wir definitiv auch auf die San Blas Inseln! Klingt für mich traumhaft!!!
      Ja, der Panama-Kanal ist spannend, aber es ist halt nichts los 😛 hatte mir das dort mega geschäftig vorgestellt! Deshalb muss man glaube ich wirklich schauen, wann ein Boot kommt und dann dort rechtzeitig vor Ort sein!
      Ich will unbedingt auch noch einmal ins Inland, dort gibt es so viele schön Parks und Wasserfälle, zumindest laut Google 🙂
      Danke für deinen ausführlichen Kommentar, und dass du deine San-Blas-Story hie rgeteilt hast! Klingt mega spannend!
      Liebe Grüße!

  2. Very well done article, thanks for the tips! Indeed, Panama is one of the most important shipping routes in the world, due to its strategy location between North and South America that links the North Atlantic Ocean with the North Pacific Ocean. A cruise on the Panama Canal is thus, one not to be missed.

    However, there are tourist-targeting scammers and petty crime to be wary of.

    Do be wary of the gold / emerald shop price scam, fake towel charge, airport unofficial taxi robbery, carjacking, drug set-up, fraudulent money changers, unsolicited tours, hostel attacks and many more!