Freitag, der 11. August 2017
Sharing Economy & Sustainability
– A day with carsharing community Croove

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– Ad / Anzeige Blogpost mit Croove – 

Letzte Woche hatte ich die Gelegenheit, ein neues Carsharing-Unternehmen kennen zu lernen und mir über das Thema Sharing Economy ein paar Gedanken zu machen. Darüber, ob ich ein eigenes Auto brauche und ob Sharing Economy wirklich so nachhaltig ist, wie es oft angepriesen wird.

Besitzt ihr eigentlich ein Auto? Oder überlegt ihr euch eins anzuschaffen? Oder setzt ihr komplett auf öffentliche Verkehrsmittel? Oder könnt ihr euch vorstellen, euer eigenes Auto per App zu vermieten, so ein bisschen wie Airbnb für Autos?

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Last week I had the opportunity to learn about the new carsharing company Croove and discuss the topic of sharing economy a bit. It made me think a lot about if I will ever need my own car and if the sharing economy trend is really as sustainable as it claims.

Do you have a car? Or are you thinking of buying one? Or can you imagine, renting out your car via an app, a little bit like Airbnb for cars? 

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Jesse und ich überlegen schon seit längerer Zeit, ob und wann wir uns ein Auto anschaffen. Ich weiß, in Berlin total unnütz. Aber für Jesse bedeutet ein eigenes Auto Freiheit und ich kann mir vorstellen, besonders dann ein eigenes Auto zu wollen, wenn wir mal Kinder haben. Gleichzeitig ist die Parkplatzsituation in Berlin ein Albtraum und nachhaltig ist das Ganze ja auch wirklich überhaupt nicht.

Trotzdem greifen wir gerne auf Autos zurück, wenn wir Sachen transportieren oder einfach kompliziertere Erledigungen machen müssen – und zwar meist mit Carsharing-Angeboten. Vor ein paar Wochen konnte ich in München ein neues Startup in diesem Bereich kennen lernen: Croove – eine Carsharing-Community, in der Autobesitzer ihre Autos tageweise an Privatpersonen vermieten können. Eine Art Airbnb für Autos also. Das Croove Team, übrigens eine Tochter von der Daimler AG, kümmert sich um den reibungslosen Ablauf des Vermietungsprozess und alle wichtigen Formalitäten wie Versicherung und Qualitätskontrolle der Autos.

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Jesse and I have been thinking about getting our own car for some time now. However, for us, carsharing just makes the most sense. And a few weeks ago I was introduced to the carsharing community Croove where anyone can rent out his or her car to other people – an Airbnb for cars in some way.

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Um mir das Projekt ein bisschen genauer anzuschauen, das Team persönlich kennen zu lernen und ein paar Fragen zu stellen, habe ich mich also zu einem Blogger-Event nach München aufgemacht (übrigens mit dem Zug und nicht mit dem Auto, haha). Die Bloggerinnen Julia von Stylingliebe und Jasmin von couturedecoeur waren übrigens auch dabei – eine bunt gemischte Gruppe also! Im Facebook-Livestream vor Ort haben wir ja bereits ein paar Fragen beantwortet. Den könnt ihr euch hier auch noch einmal anschauen (mittlerweile hat er schon über 22K Views, ich hoffe, ich habe nichts Blödes gesagt, ich kann mir sowas mit mir drin immer nicht zweimal anschauen…). Hier gebe ich euch aber noch kurz ein paar Infos:

  • Der Buchungsprozess der privaten Autovermietung läuft einfach über die App. Ihr sucht euch einen Zeitraum und Auto aus und kontaktiert dann den Autobesitzer. Für die Übergabe des Schlüssels trefft ihr euch dann und regelt alle Formalien auch in der App (z.B. Fotos vom Auto machen, etc.)
  • Falls ihr das Auto nicht abholen oder als Vermieter den Schlüssel nicht zum gewünschten Zeitpunkt übergeben könnt, stellt Croove für 15 Euro einen Valet-Service, der sich um die Übergabe kümmert und ggfs. das Auto abholt
  • Autos werden tage- oder wochenweise vermietet, das heißt die Mindestmietdauer beträgt 24 Stunden
  • Prinzipiell gibt es das Angebot in ganz Deutschland, aber der Fokus des Startups liegt derzeit noch in den Großstädten Berlin, München, Köln, Düsseldorf, Stuttgart und Frankfurt. 
  • Angeboten werden eine Vielzahl an Wagen, von günstigen Schnäppchen bis hin zu schicken Luxuskarossen. Alle Autos müssen aber TÜV-geprüft sein. Aufgrund des großen Angebots (zumindest in den Großstädten), könnt ihr also theoretisch vom kleinen Polo über Tesla, E-Cars bis hin zu schicken Maserati finden was euer Herz begehrt!
  • Den Preis legt der Autovermieter selbst fest, jedoch hilft Croove auch bei der Preisfindung und gibt eine Preisspanne vor
  • Während der Vermietung ist das Auto über die Allianz komplett Vollkasko versichert, mit einer Selbstbeteiligung von 250 Euro für den Mieter
  • Falls irgendetwas ist kümmert sich der Kundenservice von Croove um alle Eventualitäten

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Here is some quick info about the Croove app:

  • it’s currently only available in Germany but of course an international presence is a future goal
  • you book it all in the app and you also find the checklist for the handing over process in the app
  • the minimum rental length is 24 hours
  • the car is completely insured by an external insurance company during the rental period

 

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Lasst mich wissen, falls ihr noch weitere Fragen habt! Bis jetzt habe ich das Angebot noch nicht privat testen können (sobald wir das machen, ergänze ich das hier im Blogpost). So oft brauchen wir nun doch nicht ein Auto. Aber genau deshalb finde ich das Projekt so cool. Es hilft mir und Jesse dabei, den Schritt, sich ein eigenes Auto zuzulegen, noch weiter hinauszuzögern. In Berlin haben wir einfach den Luxus, dass wir nicht unbedingt einen eigenen Wagen brauchen und im “Notfall” auf Sharing-Economy-Angebote wie Croove zurück greifen können.

Generell liebe ich das Prinzip der Sharing Economy, sehe aber beide Seiten der Medaille.

Wird das eigene Fahrzeug abgeschafft oder gar nicht erst angeschafft, oder geteilt, trägt dies zur Schonung von Ressourcen bei, und das auf günstige und nachhaltige Art und Weise.

Ersetzt man aber ständig Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr mit dem Auto oder steigen Mietkosten aufgrund des Sharing-Booms im Bereich Wohnen, wie wir es ja bereits in Berlin erlebt haben, stehe ich dem Trend kritisch gegenüber.

Ich sehe die Sharing Economy in der Zukunft aber immer noch als eine große Chance. Auch die Studie des Institute for for Sustainable Development and International Relations (ein französisches Non-Profit-Unternehmen), besagt, dass die Sharing Economy bis zu sieben Prozent des Haushaltseinkommens und 20 Prozent des Müllverbrauchs einsparen könnte – wenn man sie auch auf andere Bereiche ausweitet (Quelle). Laut dieser Studie steht ein typisches Auto außerdem auch 92% der Zeit einfach nur rum.

Bestimmte Bedingungen können zu einem positiven Nutzen der Sharing Economy führen:  Und zwar wenn wirklich weniger Ressourcen verbraucht werden (also z.B. ein neues, zusätzliches Auto aufgrund von Carsharing nicht angeschafft wird), und wenn Carsharing eine Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr und kein Ersatz darstellt (z.B nimmt man das Auto dann nicht für den Weg zur Arbeit, aber um mal zu Ikea zu fahren, oder weit entfernte Verwandte zu besuchen), wenn Personen Zugang zu Produkten oder Dienstleistungen erhalten, die ihnen sonst verwehrt bleiben und / oder der Sharing-Gedanke Menschen persönlich zusammenbringt (also z.B. Mieter und Vermieter des Autos zusammen kommen und z.B. über besondere Ausflugs-Tipps für den Roadtrip quatschen).

Letztendlich ist jeder selbst verantwortlich dafür, wie er oder sie die Sharing Economy im eigenen Leben integriert. Ich finde, das Teilen und der persönliche Kontakt sollten im Vordergrund stehen sowie die Möglichkeit, Ressourcen zu schonen.

Was haltet ihr generell von Carsharing? Besitzt ihr ein Auto? Könntet ihr euch vorstellen, euer eigenes Auto tageweise an fremde Personen zu vermieten? Wenn nein, warum? Wenn ja, was haltet ihr von Croove? Ich freue mich wie immer über euer Feedback!

Jetzt folgen noch ein paar Fotos vom Event und vom Hotel, in dem unser Livestream stattfand (übrigens das Hotel Soulmade ist auch ein spannendes Konzept, dazu könnt ihr hier mehr nachlesen, z.B. über ihren runden Tresen, der nicht vorhandenen Rezeption und der offenen Wohnküche in der Lobby).

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What do you think about the topic of sharing economy in general? I think it can be a sustainable solution to save resources. But only if carsharing doesn’t replace public transport or if it doesn’t lead to the purchase and production of more cars to rent them out. Same goes for other sharing concepts. Sharing economy is only truly sustainable in my opinion if it really saves resources, if people receive goods that they otherwise can’t afford or reach and if it creates more social contact between people. The Institute for for Sustainable Development and International Relations reaches a similar conclusion. So it’s up every individual to use the sharing economy in a conscious way.

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Und hier noch ein zwei Behind-the-Scences-Foto von Stylingliebe vom Livestream 🙂

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Dieser Werbe-Blogpost ist wie oben erwähnt in Zusammenarbeit mit Croove entstanden, die mich zu diesem Informationsevent eingeladen haben. Ich freue mich wie immer über euren Support!

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