July 26, 2015
I have to confess…

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Ich muss etwas gestehen…

Wer meinen Blog lange verfolgt und weiß, dass ich vor (jetzt schon sehr) langer Zeit sehr viele Sport-Posts geschrieben habe. Mein letzter Fitness-Beitrag ist jetzt fast 1,5 Jahre her…viele haben genau diese Artikel super interessiert und ohne Vorwarnung habe ich aufgehört, darüber zu schreiben. Was ist passiert? Wo ist der ganze Sport-Content hin?

Ganz einfach: Ich habe einfach selbst kaum Sport gemacht und das ist mir um ehrlich gesagt ganz schön peinlich. Monatelang habe ich über Motivation geredet, wie jeder ein Workout in einen noch so vollen Tag quetschen kann und habe mich als Sportskanone bezeichnet. Jahrelang habe ich 2-4 Mal die Woche Sport getrieben und plötzlich gar nicht mehr. Ein Grund: Ich hatte eine blöde Verletzung/Zerrung/Blockierung am Bein und erst auf Empfehlung meiner Cousine und nach 2-3 erfolglosen und zeitverschwendenden Physiotherapien und frustrierenden Arztbesuchen habe ich jemanden gefunden, der endlich herausgefunden hat, was mit meinem Bein los war. Und nach 2 Stunden bei ihm war das Problem gelöst (ganz ehrlich, hört heute kein Arzt mehr zu und hat nur noch 2 Minuten für jeden Patienten? Kein Wunder, dass man heute mit Google seine Gesundheit selbst in die Hand nimmt, aber das ist ein ganz anderes Thema, ich schweife ab…). Trotz der Beschwerden hätte ich aber nicht komplett mit dem Sport aufhören müssen. Der weitaus gravierendere Grund also? Eigentlich etwas, wovon ich dachte, dass es mich niemals betreffen würde: Motivationsverlust und Zeitmangel. Als ich noch studiert habe und in meinem ersten Job habe ich nie verstanden, wie Leute keine Zeit für Sport finden. 20 Minuten ein YouTube-Workout, eine Stunde im Fitnessstudio, eine kurze Runde laufen – das muss doch für jeden Tagesablauf irgendwie drin sein. Pustekuchen. Irgendwann, gerade wenn man in einem anspruchsvollen 40-Stunden-Job steckt, viele andere Hobbies hat und viel Zeit noch mit Freund, Freunden und Familie verbringen will (und dann noch hohe Ansprüche für seinen Blog hat, haha) holt einen der Alltag irgendwann ein.

Ich hätte das nie gedacht, aber jetzt verstehe ich ganz genau, wie die Couch lauter schreien kann als die Sportschuhe, wie das Sportstudio-Abo traurig weiter ungenutzt vom Konto abgebucht wird und wie nervig Sport-Insta-Posts von hoch-motivierten und fitten Jungs und Mädels sein können.

Warum ich nie darüber geschrieben habe? Weil es ein schleichender Prozess ist, weil die Verletzung ein bisschen Ausrede war (sie hat mich schon eingeschränkt, aber ich hätte andere Sachen machen können – Schwimmen, leichtes Yoga, Rückentraining…) und weil es mir wie gesagt, nach all meinen happy Motivationsposts peinlich war “versagt” zu haben in Sachen Sport.

Warum ich jetzt darüber schreibe? Weil ich seit circa 4 Monaten wieder eine relativ regelmäßige Routine habe und der Weg zurück zum Sport und ins Fitnessstudio ein ganz schöner Kampf war, bei dem ich viel gelernt habe und ich viel weiter geben kann. Und ich wollte erst einmal schauen, ob ich es länger durchhalte und nicht nach dem ersten Cardio-Workout mein “Comeback” feiern, wäre ja noch peinlicher, haha.

Wie ich es jetzt zurück zum Sport geschafft habe? Das ist eigentlich ein neuer Blogpost für sich, aber eine Kombi aus auch wieder motiviertem Freund, gesunder Ernährung (je gesünder ich mich ernähre, desto aktiver werde ich), Sport-Buddys und neuen Zielen haben mir sehr geholfen! Macht euch also auf neuen Sport-Content gefasst, aber seid nicht zu ungeduldig – ich lasse es, wie bei meinem Sport-Comeback, jetzt langsam angehen!

Hattet ihr auch mal so ein Motivationsloch? Wie seid ihr da rausgekommen oder steckt ihr noch drin? Was für Tipps oder Beiträge wünscht ihr euch? Vielleicht kann ich auch mal Gastblogger einladen, oder ich mache eine Challenge oder teile meine Fitnessroutine. Sagt mir gerne, was ihr euch wünscht!

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I have to confess something …

Anyone who follows my blog for a while now, knows that I wrote a lot of blog articles on fitness and workouts. But…my last fitness post was published almost 1.5 years ago … many of your were especially interested in these articles and without a warning I stopped writing them. What happened? Where did all my fitness content go?

It’s simple: For a while now I barely worked out myself and to be honest, I was quite embarrassed about it. For months I have spoken about motivation, about how everyone can and should squeeze at least a short workout into a busy day. For years I trained 2-4 times a week, and was driven by sport and then suddenly I stopped. One reason: I had an annoying injury / strain in my leg and so much time-wasting physiotherapy and frustrating visits to the doctor, my cousin recommended someone who has finally figured out what was wrong with my leg and after 2 hours with him the problem was solved (in all honesty, do any doctors listen to their patients and have more than 2 minutes time per patient anymore? No wonder that people use google to take their health concerns into their own hands, but that’s an entirely different theme, I digress …). Despite the problems, I did not have to completely stop with the sport. So whats the main reason then? Actually, something that I thought would never affect me: lack of motivation and lack of time. When I was still studying and in my first job, I never understood how people fail to find time to exercise. 20 minutes for a YouTube workout, an hour at the gym, running a short lap – that’s got to somehow fit into every daily schedule. Nope. Eventually, especially when you have a demanding 40-hour job, have many other hobbies and want to spend a lot of time with friends and family (and still has high expectations for her blog, haha) daily life just seems to get in the way.

I would have never thought that this would happen, but now I understand exactly how the couch can scream louder than the sports shoes, how the unused gym subscription fee sadly continues to be taken off your account account and how annoying instagram posts of highly motivated highly and fit people can be.

Why have I never written about it? Because it is a gradual process, because the injury was a little excuse (it already limited me, but I could have done other things – swimming, gentle yoga, back training …) and because it’s like I said, after all my happy Motivation Posts it was embarrassing to have “failed” when it comes to sports.

Why do I write about it now? Because for about the last 4 months I have had a relatively regular sport routine, but the way back to sports and the gym was quite a struggle, from which I learned a lot. And I wanted to wait a bit longer to see if
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PS: My sport bra is by Hunkemöller

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3 Comments

  • Lisa says:

    Hallo liebe Mia,
    ich weiß nur zu gut wo von du da redest. Mir ging es lange zeit ganz genauso.
    Habe seit so ca. 15 Jahren Probleme mit meinem Knie und keiner weiß woher es kommt. Habe mich aber dennoch immer wieder zum Sport motiviert und das hat auch wirklich super funktioniert.
    Bis ich mir im März einen Außenbandriss zugezogen haben und ich jetzt seit dem immer wieder Probleme mit meinem Fuß habe.
    Doch seit letzte Woche mache ich wieder 2-3x die “Sport”- einmal die Woche Fitnessstudio – einmal die Woche Yoga – und einmal die Woche Schwimmen.
    Denn diese Kombination tut vor allem meinen Knie und Fußgelenken gut. Und ich merke auch vor allem das es mir wieder viel besser geht seit ich Sport mache.

    Ich würde mich riesig über einen Post über deine Sport Routine freuen – was machst du alles so an Sport?

    Ganz liebe Grüße Lisa
    http://hellobeautifulstyle.blogspot.de/

  • Souranced says:

    Liebe Mia,
    ich finde es schön, dass du uns auch an deinen “Schwächen” teilhaben lässt. Deine Ehrlichkeit und Fähigkeit, dich selbst zu reflektieren, machen dich sehr sympathisch!
    Da ich deinen Blog noch nicht so lange verfolge, kenne ich deine alten Sportposts nicht.
    Mich würden neue Motivationsposts interessieren, in denen du deine dazugewonnende Erfahrung mit einbaust. Vielleicht anhand einer Gegegenüberstellung eines alten Post und deiner jetzigen Erfahrung/ Einstellung. 🙂

    Ganz liebe Grüße
    Angie

  • Lena says:

    Ein sehr schöner Post! Ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen, denn mir geht es zur Zeit ähnlich. Ich habe auch immer diejenigen belächelt, die meinten sie hätten einfach keine Zeit für den Sport. Jetzt habe ich selbst einen anstrengenden 40-Stunden Job, nebenbei meinen Blog, Hobbies, Freund etc. Da bleibt Sport tatsächlich schnell auf der Strecke. Hast du ein paar Tipps, wie man sich konkret Zeit freischaufeln kann, wenn man selbst ziemlich busy ist? Also gehst du zum Beispiel eher abends nach der Arbeit zum Sport oder quetschst du das irgendwie morgens rein?

    Liebe Grüße
    Lena | http://www.healthylena.de

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