September 23, 2016
#FFF: Vegan Fair Fashion Guide for Autumn
a vegan fair fashion guide for autumn

 

English Guide to Vegan Fair Fashion in Autumn below!

In Berlin begrüßte uns der Herbst gestern mit sehr guter Laune. Es war zwar schon recht kühl, aber dennoch sonnig und fast wolkenlos! Es könnte zwar einen Tick wärmer sein nach meinem Empfinden, aber über die 20 Grad möchte ich nicht meckern. Stattdessen freue ich mich über die Möglichkeit, noch kurz den Lagenlook auszukosten, bevor wir in den Süden reisen. Seit ich in der Fair-Fashion-Szene unterwegs bin, habe ich aber gemerkt, dass viele gerade im Winter verzweifelt nach veganen wärmeren Kleidungsstücken sind. Ich persönlich trage hier und da noch Wolle, da ich Plastik vermeiden will. Doch gerade deshalb habe ich mir heute die Challenge gesetzt, nur tierfreie Naturmaterialien zusammenzustellen.

Im Großen und Ganzen habe ich die Herausforderung eigentlich bestanden. Die Oberteile bestehen alle aus Biobaumwolle oder Lyocell (siehe unten) und zeichnen sich aber gleichzeitig durch komplett unterschiedliche Strukturen aus. Kein Jersey-Einheitsbrei. Ein voller Erfolg bei meiner Recherche also, bis auf die Strümpfe. Diese bestehen leider aus einem Baumwoll-Elasthan-Nylon-Mix. So ähnlich verhält es sich bei den Taschen. Bei den Schuhen sehen die Materialen dafür aber sehr gut aus! Welches ist euer Lieblingsteil?

  • Blauer Cardigan, Hessnatur, aus 100% Biobaumwolle
  • Rote Bluse, Lanius, 100% Lyocell (auch als Tencel bekannt, 100% biologisch abbaubar)
  • Grauer Cardigan, Armedangels, aus Lyocell, auch in Blau erhältlich
  • Grauer Fleecepulli, Jan’n June, aus 100% Biobaumwolle
  • Bluse mit Blumen, aiyayu, 100% Biobaumwolle
  • Schwarzer Pulli, Wunderwerk, 100% Biobaumwolle
  • Melierter Pulli, Komodo, 100% Biobaumwolle
  • Graue Tasche, Denise Roobol, aus Mikrofaser und Baumwolle
  • Rote Tasche, Matt & Nat, Kunstleder und Innenfutter aus recycelten Plastikflaschen
  • Schwarze Boots, von Nae, aus Mikrofaser & Naturkautschuck
  • Chelsea Boot in Espresso, von Ahimsa, aus Baumwolle, Biolatex, Kork, Gummi und wiederverwertetes Holz
  • Beige Overknees, American Apparel, leider aus einem Mix aus Baumwolle, Nylon, Polyester und Elastan
  • Blaue Overknees, Living Crafts, aus Biobaumwolle und Elastan
  • Graue Overknees, Living Crafts, aus Biobaumwolle und Elastan

 

Vegan Fair Fashion Guide für den Herbst:

Ich hab zwar jetzt viel recherchiert, aber vielleicht ist nicht unbedingt alles nach eurem Geschmack. Deshalb sind hier meine 5 Tipps für vegane Fair-Fashion-Mode im Herbst (eine Winter Edition folgt):

1. Wenn möglich verzichtet auf Plastik: Wenn ihr streng vegan lebt, verzichtet ihr auf alles aus (natürlich) Leder, Wolle (von Alpaka bis Mohair) und Seide, etc. Eigentlich alles sehr schöne, langlebige und beständige Materialien (wenn sie von hoher Qualität sind und natürlich gefärbt und gegerbt wurden). Doch eben nicht vegan. Gleichzeitig empfehle ich aber nicht, dann nur noch auf Plastik wie Nylon zurück zu greifen. Eine Alternative: recyceltes Nylongarn wie z.B. von besonderen Kunert-Kollektionen oder Jan’n June.

2. Naturmaterialien: Sucht nach tierfreien Naturstoffen wie Baumwolle, Tencel, Modal, Hanf, Bambus oder Leinen. Ich habe zum Beispiel einen Cardigan aus Bambusstoff, der Mega schön gestrickt ist. So ähnlich ist der graue von Armedangels, den ich auch einmal anhatte. Auf Loveco findet ihr 100% vegane Kleidung, auf avocadostore könnt ihr danach filtern und Jan’n June kann ich derzeit für Herbstmode empfehlen, die nicht nur auf den Standard-Jersey-Stoff setzt.

3. Zieht 2nd Hand in Betracht: Wie schon erwähnt sind als strenger Veganer Wolle & Co. Tabu. Doch am nachhaltigsten ist es eigentlich, einfach nichts zu kaufen und stattdessen Produkte zu verwenden, die bereits produziert wurden. Vrenis Philosophie finde ich dabei im Großen und Ganzen sehr schön und kann mich damit auch am besten identifizieren. Deshalb bin ich auch kein großer Fan davon, alles was ich im Kleiderschrank habe wegzugeben/ wegzuschmeißen nur weil das Teil nicht Fair Fashion und/ oder vegan ist, sondern eher dafür Schritt für Schritt seinen Konsum anzupassen.

4. Kleidertausch: Vegane Mode muss auch nicht teuer sein. Das ist jetzt nicht unbedingt ein 100% veganer Tipp, aber für kleine Geldbeutel denke ich trotzdem eine spannende Idee: Neben 2nd-Hand- & Vintage-Shopping liebe ich es nämlich außerdem, mit Freundinnen Kleidung, Taschen und Accessoires zu swappen. Auch wenn man sich selbst z.B. an einem Schal satt gesehen hat, kann es sein, dass die BFF große Augen macht und gerne tauschen würde. Ich mache das mit zwei Freundinnen ca. zweimal im Jahr, passend zur Winter- und Sommerzeit. 

5. Vegane und nachhaltige Schuhe: Hier ist es etwas tricky, einfach auf Naturmaterialien zu setzen. Denn meist sind vegane Schuhe einfach Plastikschuhe, die nicht nur dem Fuß nicht gut tun, sondern erst recht nicht der Natur. Deshalb braucht es hier etwas mehr Recherche. Ich empfehle deshalb, lieber auf Brands zu setzen, die generell versuchen, so umweltfreundlich wie möglich zu produzieren (wie schon gesagt ist es eigentlich am besten, bereits gebrauchte Sachen zu kaufen). Mit dabei sind folgende Marken:

  • Beyond Skin: Verwenden unter anderem einen Microfaser-Stoff, der aus recycelten Plastik-Flaschen besteht. Mehr zu den Materialien hier.
  • Cri de Coeur: Viele nachhaltige Materialien wie unter anderem Hanf, Baumwolle und Holz, neben recycelten Polyester-Stoffen. Mehr dazu auch hier.
  • Bei Novacas findet ihr auch Produkte, die so umweltfreundlich wie möglich hergestellt sind.
  • FreiVon: Über die Marke habe ich ja bereits detailliert berichtet.
  • Ethletic, dito, mehr dazu in meinem Blogpost.

 

Und viele mehr!!! Vielleicht sollte ich hierzu einfach einen separaten Blogpost schreiben 🙂 Oder was meint ihr?

Ich hoffe, meine Recherche nützen euch etwas, egal ob Veganer oder nicht! Auf jeden Fall wünsche ich euch einen schönen Herbstanfang!!!

 

a vegan fair fashion guide for autumn

English Version:

1. Avoid plastic when possible: If you live strictly vegan, then you do not use any (natural) leather, wool (from alpaca to mohair) or silk and many more. All of these materials are actually very beautiful, durable and resistant materials (if they are of high quality and were naturally colored and tanned). But not vegan. At the same time I don’t recommend that you rely only on plastic such as nylon. An alternative: recycled nylon yarn such as those from special Kunert collections or Jan’n June.

2. Natural materials: search for natural animal free fabrics such as cotton, Tencel, Modal, hemp, bamboo or linen. For example, I have a super beautiful knitted cardigan made from bamboo fabric. A similar one is the grey sweater from Armedangels that I wore once. On the LOVECO shop you will find 100% vegan clothes, on avocadostore you can filter according to vegan items and I can recommend Jan’n June for fall fashion, they don’t only use the standard jersey fabric.

3. Consider 2nd hand: As already mentioned for strict vegans Wool & Co. are taboo. The most sustainable approach, is actually to completely stop buy anything new and instead use products that have already been produced. I find Vrenis philosophy very nice and I can also identify best with this approach. I am also not a big fan of the idea of giving away or throwing away all non fair fashion / vegan items in your closet, but instead make gradual change in your consumption.

4. Exchange clothes: Vegan Fashion also doesn’t need to be expensive. This is not necessarily exclusively a vegan tip but for someone on a budget I think it is a great idea:: in addition to 2nd-Hand and Vintage shopping,  I also like to swap with clothes, bags and accessories with friends. Even if you have had enough of a scarf, it may be the perfect item for one of your friends. I do this with two girlfriends about twice a year, in the winter and summer time.

5. Vegan and sustainable shoes: This is a bit of a tricky topic, it is not so easy to avoid natural materials when it comes to shoes. This is because vegan shoes are usually simple plastic shoes that are not good for your feet or nature. Therefore, this topic requires a bit more research. For shoes, I recommend to focus on brands that generally try to produce as environmentally friendly as possible (as I said before it is actually best to buy used stuff). The following brands are a good place to start:

  • Beyond Skin: use a microfiber fabric made from recycled plastic bottles. More about the materials here.
  • Cri de Coeur: many sustainable materials such as hemp, cotton and wood, in addition to recycled polyester materials. Read more here.
  • Novacas: you will find products that are produced as environmentally friendly as possible.
  • FreiVon: I have already blogged about this brand  in detail.
  • Ethletic: ditto, read more in my blog post.

And many more!!! Maybe I should write a separate blog post 🙂 What do you think?

I hope you guys find my research useful, whether you are vegan or not! Anyway, I wish you a nice start to the autumn !!!

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